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Das könnte der spektakulärste Bundesliga-Transfer dieses Winters werden!
Vor dem heutigen Champions-League-Spiel des FC Bayern bei der PSV Eindhoven (21 Uhr/DAZN) ist ausgerechnet ein Star im Fokus, der diese Saison in der Königsklasse noch kein einziges Mal in der Startelf des Rekordmeisters stand: Leon Goretzka (30)!
Am Dienstag berichtete BILD, dass Atlético Madrid derzeit starkes Interesse am Mittelfeld-Malocher zeigt, dessen Vertrag in München im Juni ausläuft. Dazu passt, dass Mateu Alemany (62), der Sportdirektor des spanischen Topklubs am Montagabend in die bayerische Landeshauptstadt flog – um an einem Deal zu arbeiten? BILD klärt die wichtigsten Fragen zur Atlético-Offensive bei Goretzka!
Mehr zum ThemaWarum will Atlético Goretzka schon im Winter?
Weil Atlético seinen Mittelfeld-Star Conor Gallagher (25) für 40 Mio. Euro an Tottenham verkauft hat, soll sofort Ersatz her. Ob die Madrilenen auch im Sommer noch am dann ablösefreien Goretzka interessiert wären, hängt an deren Verhandlungen mit den anderen Kandidaten.
Wäre Bayern zu einem Sofort-Verkauf bereit?
Im Sommer wäre Goretzka ablösefrei. BILD erfuhr: Deswegen stehen die Bayern-Bosse einem Winter-Deal offen gegenüber – vorausgesetzt, das Angebot ist attraktiv.
Dann könnte auch das Top-Gehalt für die verbleibenden fünf Vertrags-Monate eingespart werden (rund 7 Mio. Euro). Dafür bräuchte es allerdings das Go von Coach Vincent Kompany (39).
Was sagt der Trainer?
Als BILD ihn am Dienstag mit den Goretzka-Gerüchten konfrontierte, vermied er ein Dementi, sagte: „Diese Entscheidungen werden nicht nur von Cheftrainern getroffen. Es gibt über jede einzelne Situation Gespräche, die mit Max Eberl, Christoph Freund und dann noch mit denen da oben (dem Aufsichtsrat u.a. mit Hoeneß, Hainer, Rummenigge; Anm d. Red.) stattfinden. Aber in den letzten 48 Stunden habe ich ehrlicherweise nur über PSV gesprochen und nicht darüber, welche Spieler noch dazu kommen oder uns verlassen sollen. Da kann ich nicht viel weiterhelfen mit dieser Information.“
Aussagen, die Kompany kaum über einen Spieler treffen würde, den er unbedingt halten will.
Was will Goretzka?
Da sein Vertrag am 30. Juni ausläuft, dürfen Goretzka und seine Agentur „ROOF“ seit dem 1. Januar mit anderen Vereinen verhandeln. Auch Gespräche mit Bayern wurden zwar geführt, bislang ist die Tendenz aber klar: Trennung nach acht Jahren (spätestens) im Sommer.
Der Spieler muss sich also entscheiden, ob er bis Saisonende bleiben möchte, um sich beim Rekordmeister für andere Vereine zu empfehlen – oder, ob er den Blitz-Absprung zu einem Klub wie Atlético wagt, der mit ihm als Stammkraft planen würde. Einsatzzeiten wären mit Blick auf seine WM-Chancen wichtig.
Sollte Goretzka sich gegen einen Winter-Wechsel entscheiden und keinen neuen Bayern-Vertrag bekommen, dürfte es aber auch im Sommer genug Interessenten geben – aus England und auch aus Italien. So soll sich Milan nach dem Atlético-Vorstoß nun auch direkt bei der Spieler-Seite erkundigt haben.
Wie wäre der Bayern-Plan ohne Goretzka?
Mit Goretzka würden die Bayern viel Erfahrung (292 Pflichtspiele verlieren). Unter Kompany wurde der einstige Stammspieler aber zunehmend ersetzbar. In wichtigen Spielen waren im Mittelfeld zuletzt fast immer Joshua Kimmich (30) und Aleksandar Pavlovic (21) gesetzt. Dahinter baut der Klub für die Zukunft auf Tom Bischof (20). Bei Ausfällen könnte zudem der derzeitige Rechtsverteidiger Konrad Laimer (28) auf seine etatmäßige Mittelfeld-Position zurückkehren. Rein sportlich wäre ein Abgang von Goretzka (in 2025/26 erst 1355 Minuten) also gut aufzufangen.
Möglicherweise könnte ein Verkauf sogar die Tür für einen Blitz-Kauf von Rechtsverteidiger-Kandidat Givairo Read (19) von Feyenoord Rotterdam öffnen – dann hätte Laimer wieder mehr Kapazitäten für Mittelfeld-Einsätze. Alternativ könnte Kompany im Mittelfeld bei Bedarf vermehrt auf Eigengewächs David Santos Daiber (19) setzen. Zudem hat Bayern mit Noel Aseko (20) derzeit ein Toptalent an Hannover 96 verliehen, das gegebenenfalls zurückgeholt werden könnte.