Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Selenskyj will offenbar Putin treffen – Kreml reagiert

Aktualisiert am 28.01.2026 – 17:03 UhrLesedauer: 15 Min.

Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin bei Emmanuel Macron im Pariser Schloss Elysee: Die Vermittlung in dem Konflikt läuft schon lange. (Archivbild)Vergrößern des Bildes

Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin (Archivbild): Der ukrainische Präsident ist offenbar bereit, den russischen Machthaber zu treffen. (Quelle: Ian Langsdon/EPA Pool/AP/dpa)

Der ukrainische Präsident ist offenbar bereit, den russischen Machthaber zu treffen. Die Slowakei stellt sich offenbar gegen die Pläne der EU. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Bei den Telefonaten zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump ist Russland zufolge mehrfach auch ein Treffen zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Thema gewesen. Trump habe eine solche Möglichkeit vorgeschlagen, sagte Juri Uschakow, Putins außenpolitischer Berater, im staatlichen russischen Fernsehen. Russland verweigere einen solchen Kontakt nicht. Ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj müsse aber gut vorbereitet und ergebnisorientiert sein. Russland habe ein solches Treffen nie ausgeschlossen.

Wenn Selenskyj dazu bereit sei, könne er nach Moskau kommen, seine persönliche Sicherheit sei gewährleistet. Ein nicht genannter US-Vertreter hatte am Samstag gegenüber Axios erklärt, Putin und Selenskyj stünden kurz vor der Vereinbarung einer solchen Begegnung. Die USA hatten bereits ein trilaterales Treffen auf Expertenebene vermittelt, das vergangene Woche in Abu Dhabi stattfand. Die Gespräche sollen diese Woche fortgesetzt werden. Es ist nicht das erste Mal, dass Russland die Idee eines Treffens
der beiden Staatschefs in Moskau ins Spiel bringt. Selenskyj lehnte diese Idee im vergangenen Jahr ab und schlug stattdessen vor, Putin solle nach Kiew kommen.

Das ukrainische Außenministerium hat den Budapester Botschafter einbestellt, um gegen Vorwürfe der Einmischung in den ungarischen Wahlkampf zu protestieren. Das teilte das Ministerium in Kiew am Donnerstag mit. Die ungarische Regierung beschuldigt die Ukraine, die Opposition bei der anstehenden Parlamentswahl im April zu unterstützen. Man müsse sich darauf einstellen, dass die Ukrainer ihre „offene und grobe Einmischung“ zugunsten der Oppositionspartei Tisza fortsetzen werde, kritisierte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó auf Facebook.

Die russische Armee hat nach Berechnungen von US-Experten in den fast vier Jahren Angriffskrieg gegen die Ukraine 1,2 Millionen Soldaten durch Verwundung oder Tod verloren. Ein Bericht der Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington geht dabei von 325.000 getöteten russischen Soldaten seit Februar 2022 aus. Für die Ukraine wurden die Verluste auf 500.000 bis 600.000 Soldaten beziffert, darunter 100.000 bis 140.000 Tote.