Eine „Jahrhundertchance“

Stadt geht bei der Entwicklung des Kaufhofs den nächsten Schritt

28.01.2026 – 19:20 UhrLesedauer: 2 Min.

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Der Kaufhof (links, Archivbild): Zwischenmieter haben das Gebäude bereits wiederbelebt. doch eine dauerhafte Lösung steht noch aus. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Eine Markthalle, ein Kongresszentrum – oder Räume für die Hochschulen: Ideen für den Kaufhof in Nürnberg gibt es viele. So will die Stadt die beste Lösung finden.

Wie geht es mit dem ehemaligen Kaufhof in der Königstraße weiter? Die Stadt arbeitet an der Zukunft des Gebäudes – und hat den nächsten Schritt hin zur dauerhaften Wiederbelebung gemacht. Helfen soll ein strukturiertes Auswahlverfahren. Dem hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch zugestimmt, wie die Verwaltung mitteilte.

Konkret sollen in einem mehrstufigen Prozess unterschiedliche Ideen und Nutzungskonzepte potenzieller Investoren systematisch miteinander verglichen werden. Bewertet würden laut der Mitteilung Kriterien wie Nutzungsmix, städtebauliche Qualität, Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit. Dadurch soll eine „transparente und nachvollziehbare“ Entscheidungsgrundlage für den Stadtrat entstehen. Am Ende muss sich das Gremium dann wieder für eine finale Lösung entscheiden.

Der benachbarte City-Point, ein ebenfalls leer stehendes Kaufhaus, sowie das Zeughaus und die Mauthalle sollen in die Untersuchung explizit einbezogen werden. Parallel würden aber auch Optionen für eine eigenständige Entwicklung des Kaufhofs geprüft werden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Oberbürgermeister Marcus König (CSU) begrüßte die Entscheidung des Stadtrats. Das Areal rund um Kaufhof und City-Point biete die Chance, einen zentralen Teil des Stadtzentrums „vollkommen neu zu denken“. Weiter sagte König laut der Mitteilung der Stadt: „Für mich ist das ein Nürnberger Zukunfts-Carré.“

Wirtschaftsreferentin Andrea Heilmaier (CSU) bezeichnete die Entwicklung des Areals als eine „Jahrhundertchance“. Das Interesse potenzieller Investoren sei groß. „Jetzt gilt es, das Beste für Nürnberg herauszuholen und eine wirtschaftlich tragfähige sowie vielfältige Nutzung zu entwickeln, die das Herz unserer Stadt nachhaltig stärkt“, so Heilmaier weiter.

Auch die Nürnberger SPD ist mit dem Beschluss grundsätzlich zufrieden. Christine Kayser, die Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Rat, kritisierte aber: „Angesichts der Bedeutung des Areals geht uns das ganze Verfahren allerdings etwas zu langsam voran.“ Die Innenstadtentwicklung müsse priorisiert werden, bei der Marktsondierung müsse Tempo gemacht werden, so Kayser weiter.