Eine Impfung gegen Gürtelrose schützt offenbar auch vor Demenz. Mehrere große Studien zeigen einen deutlichen Zusammenhang – und liefern eine plausible Erklärung.
Forscher nutzten ein natürliches Experiment aus Wales: Dort wurde ein Impfprogramm mit einer strikten Altersgrenze eingeführt. So konnten sie zwei sehr ähnliche Gruppen vergleichen – eine geimpfte und eine ungeimpfte. Das Ergebnis war eindeutig.
Die geimpften Personen hatten ein rund 20 Prozent geringeres Risiko, innerhalb von sieben Jahren eine Demenz-Diagnose zu erhalten. Der Effekt schien bei Frauen besonders stark. Die Daten deuten auf einen kausalen Zusammenhang hin, nicht auf Zufall.
Wie schützt die Spritze das Gehirn?
Das Varizella-Zoster-Virus, das Gürtelrose auslöst, schlummert nach einer Windpocken-Infektion lebenslang im Körper. Wird es im Alter reaktiviert, kann es zu schweren Entzündungen führen. Genau hier setzt die zentrale Theorie an.
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Die Impfung verhindert diese Reaktivierung – und stoppt so chronische Entzündungsprozesse im Nervensystem. Diese gelten als wichtiger Faktor für die Schädigung von Nervenzellen bei Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen. Eine weitere These: Die Impfung könnte das Immunsystem allgemein stärken und es in einen „jüngeren“ Zustand versetzen.
Welcher Impfstoff wirkt in Deutschland?
Die meisten Studien basieren auf dem älteren Lebendimpfstoff Zostavax. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) jedoch den neueren Totimpfstoff Shingrix für alle ab 60 Jahren.
Experten gehen davon aus, dass Shingrix einen mindestens ebenso guten Schutz bieten könnte. Erste US-Daten zeigen: Nach der Einführung von Shingrix gingen die Demenzraten stärker zurück als zuvor. Wirkverstärker im Impfstoff könnten einen zusätzlichen Effekt haben. Endgültige Gewissheit müssen weitere Studien bringen.
Ein neuer Ansatz für die Prävention
Die Erkenntnisse eröffnen ein neues Feld. Sie untermauern, dass Infektionen und Entzündungen eine Schlüsselrolle bei Demenz spielen. Auch für Grippe- oder Pneumokokken-Impfungen wurden bereits positive Effekte auf die kognitive Gesundheit beobachtet.
Die Forschung muss die genauen Mechanismen noch entschlüsseln. Doch die aktuelle Datenlage liefert ein starkes Argument, die Impfempfehlungen ernst zu nehmen – nicht nur für den Schutz vor Gürtelrose, sondern potenziell auch für den Erhalt der geistigen Fitness.
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