Das ehemalige Tryp-Hotel am Otto-Hausmann-Ring soll weiter Landesunterkunft für Geflüchtete bleiben. Die Bezirksregierung will den Mietvertrag um zwei weitere Jahre verlängern.

Darüber informierten am Mittwoch eine Vertreterin der Bezirksregierung, die kommissarische Einrichtungsleiterin, Sozialdezernentin Annette Berg und Suna Lenz, Leiterin des Ressorts Zuwanderung und Integration, die Bezirksvertretung Elberfeld-West.

Das Hotel wird seit Anfang 2024 als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Es war zunächst für zwei Jahre gemietet worden. Derzeit leben dort 230 Personen.

Nach Angaben von Bezirksbürgermeisterin Julia Schnäbelin (SPD) begrüßt auch die Stadt die Vertragsverlängerung, da die Einrichtung komplett vom Land organisiert und finanziert ist, die Zahl der Geflüchteten aber auf den kommunalen Schlüssel angerechnet wird. Das bedeute eine Entlastung der Stadt.

Die Bezirkspolitiker sprachen sich mehrheitlich ebenfalls dafür aus. In einer Erklärung von SPD, Grünen und Linken heißt es: „Die Verlängerung des Mietvertrags für die Landesunterkunft ist eine gute und wichtige Entscheidung.“

Die rot-grün-rote Koalition in der BV hebt hervor, dass die Unterkunft gut funktioniere, professionell organisiert und mit sozialpädagogischer Betreuung ausgestattet sei und sich als konfliktarm erwiesen habe.

Die Fraktionen erwarten aber eine Verbesserung der Bildungsangebote für Kinder. Es dürfe nicht sein, „dass Kinder über längere Zeit keinen verlässlichen Zugang zu Bildung haben“. Die Bezirksregierung müsse zeitnah sicherstellen, dass die Kinder regelmäßig zur Landesunterkunft nach Ronsdorf gebracht werden, um das dortige Bildungsangebot zu nutzen.