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Bochum (Nordrhein-Westfalen) – Plötzlich zerreißt eine gewaltige Druckwelle die Ruhe einer Wohnsiedlung nahe der Innenstadt. In einem Einfamilienhaus fliegen Fenster meterweit aus den Wänden, die Terrassentür zerfetzt, ein Sessel liegt auf der Seite. Glassplitter und Trümmer bedecken das gemütliche Wohnzimmer. Sogar ein Nachbarhaus wird beschädigt. Schrecklich: Derzeit kämpft der Bewohner im Krankenhaus um sein Leben.

Am späten Mittwochnachmittag, gegen 17.26 Uhr, gingen bei der Leitstelle der Feuerwehr zahlreiche Notrufe ein. Anwohner meldeten eine Explosion. Als der Löschzug der Innenstadtwache eintraf, zeigte sich das ganze Ausmaß der Zerstörung. „Durch die Explosion waren die Fensterscheiben auf der Gebäuderückseite meterweit durch die Druckwelle aus dem Haus geschleudert worden“, erklärt ein Sprecher der Feuerwehr.

Explosion offenbar im Keller

Ein Bewohner befand sich während der mutmaßlichen Explosion im Haus. Er konnte sich zwar selbst ins Freie retten, wurde aber mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Auch ein Hund wurde vermisst, aus mehreren Fenstern stieg Rauch auf. Unter Atemschutz betrat die Feuerwehr das Haus.

Die Feuerwehr musste einen Brand im Keller löschen

Die Feuerwehr musste einen Brand im Keller löschen

Foto: Justin Brosch

Der vermisste Hund wurde schnell gefunden und an die Tierrettung übergeben. Er kam zur Behandlung in eine Tierklinik. „Im Keller des Hauses war es infolge der Explosion zu einem Folgebrand gekommen“, so der Feuerwehrsprecher weiter. Die Flammen wurden zügig unter Kontrolle gebracht und vollständig gelöscht.

Haus unbewohnbar – Einsturzgefahr

Nach dem Einsatz der Feuerwehr Bochum (Nordrhein-Westfalen) wurde ein Baustatiker des Technischen Hilfswerks angefordert. Sein Urteil ist eindeutig: Das Einfamilienhaus ist wegen massiver struktureller Schäden unbewohnbar. „In einigen Bereichen besteht Einsturzgefahr“, teilt die Feuerwehr am Abend mit. Auch das benachbarte Wohnhaus wurde durch die Explosion beschädigt. Die Bewohner können jedoch in ihre Wohnungen zurückkehren, da das Gebäude weiterhin als standsicher gilt.

Wie es zu der Explosion im Keller kommen konnte, ist bislang unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.