Nach einem spektakulären Unfall auf der A3 bei Mettmann ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft gegen mehrere Jugendliche aus Duisburg. Ausgangspunkt war nach Angaben der Polizei ein Autodiebstahl.

Demnach sollen in der Nacht zu Montag Jugendliche in eine Werkstatt an der Ruhrorter Straße in Duisburg-Kaßlerfeld eingebrochen und einen dunklen VW Passat gestohlen haben. Ein Zeuge hatte gegen 0.36 Uhr beobachtet, wie zwei Unbekannte in das Fahrzeug einstiegen und davonfuhren. Die Polizei leitete daraufhin eine Fahndung ein.

Am Dienstagabend kam es dann auf der A3 in Fahrtrichtung Köln, rund zwei Kilometer vor dem Autobahnkreuz Hilden, zu einem Unfall. In einem Stau hatten Autofahrer eine Rettungsgasse gebildet. Plötzlich scherte der gesuchte VW Passat vor einem Rettungswagen ein und fuhr mit hoher Geschwindigkeit durch die Rettungsgasse. Dabei beschädigte das Fahrzeug insgesamt sieben Autos und kam zwischen den wartenden Wagen zum Stehen.

Zeugen berichteten, dass vier Insassen aus dem Wagen kletterten. Drei von ihnen flüchteten, eine 15-Jährige wurde noch vor Ort festgehalten. Die Autobahn wurde in beide Richtungen gesperrt. Ein 16-Jähriger konnte in einem Gebüsch gestellt werden. Bei ihm fanden die Beamten ein Einhandmesser.

Nach ersten Ermittlungen soll der 16-Jährige den Passat gefahren sein, obwohl er keine Fahrerlaubnis besitzt. In dem Auto sollen sich zudem die 15-Jährige sowie zwei 17-Jährige befunden haben. Bei dem Wagen handelt es sich nach Angaben der Polizei mit hoher Wahrscheinlichkeit um das zuvor in Duisburg gestohlene Fahrzeug.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg erließ ein Haftrichter Haftbefehl gegen den 16-Jährigen. Ihm werden unter anderem besonders schwerer Diebstahl oder Hehlerei, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Unfallflucht und Gefährdung des Straßenverkehrs vorgeworfen. Gegen die beiden 17-Jährigen wird ebenfalls ermittelt. Das Kriminalkommissariat der Polizei Duisburg prüft nun auch, wer an dem Einbruch und Autodiebstahl beteiligt war.