Hannover und woanders. Die Danpower GmbH, in Potsdam ansässige Tochtergesellschaft des hannoverschen Energieversorgers Enercity, übernimmt die Mehrheit an der SW Energia-Gruppe. Der Marktführer für dezentrale Wärmeversorgung in Estland verantwortet 137 Projekte mit einem Jahreswärmeabsatz von 242 Gigawattstunden. Das Land im Baltikum will bis 2050 klimaneutral sein und den Anteil erneuerbarer Energien im Wärmebereich bis 2030 auf mindestens 63 Prozent steigern.
Im estnischen Wärmemarkt spielen Wärmenetze die dominierende Rolle, rund 60 Prozent der Gebäude werden mit Fernwärme versorgt. „Wir sind überzeugt, dass der hohe Grad der Digitalisierung und das estnische Wärme-Know-How wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung unseres Wärmegeschäfts und der Wärmewende in Deutschland liefern werden“, sagt die Enercity-Vorstandsvorsitzende Aurélie Alemany.
Die 1999 gegründete SW Energia beschäftigt 85 Mitarbeitende. Neben Danpower als neuer Gesellschafterin bleiben die beiden Gründer von SW Energia, Tarmo Saarts und Heini Kunimägi, mit jeweils 17 Prozent an dem Unternehmen beteiligt, der CEO Allan Aas hält weiterhin 2,6 Prozent der Anteile.
Das estnische Kartellamt muss den Kauf noch genehmigen. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart.
Danpower zählt gemeinsam mit der in Hannover ansässigen enercity contracting zu den beiden enercity-Konzerntöchtern, die auf dezentrale Wärmelösungen und Wärmenetze spezialisiert sind und ist seit 2012 über ihre Tochtergesellschaft Danpower Eesti AS in Estland aktiv. (pm)