Folter- und Verschwörungsthriller, bissige Satire und Oscar-Anwärter: Spitzenregisseur Yorgos Lanthimos gönnt sich zwar nach „Bugonia“ eine Pause, lieferte aber auch einen massiven Meilenstein in Emma Stones Vita ab!

Die Kombination aus Emma Stone und Yorgos Lanthimos ist in den vergangenen Jahren zu einer provokanten Wucht im Hollywood-Kino geworden: Die Kollaborationen zwischen der „La La Land“-Hauptdarstellerin und dem „The Killing Of A Sacred Deer“-Regisseur stehen für Wagnisse, die der US-Mainstream sonst nicht eingeht.

2025 formten Stone und Lanthimos aus dem spritzig-wahnwitzigen, koreanischen Kultklassiker „Save The Green Planet!“ die bewusst spröde, raffiniert-hinterlistige Neuverfilmung „Bugonia“ und begeisterten damit die Redaktionen von FILMSTARTS und Moviepilot: Das Remake landete im Ranking der besten Filme 2025, das beide Seiten gemeinsam erstellten.

Außerdem landete Stone dank dieses Thrillers im Oscar-Geschichtsbuch direkt hinter Walt Disney! Falls ihr nun neugierig seid (oder schon seit eurem Kinobesuch darauf wartet, den Film in euren Händen zu halten), könnt ihr euch glücklich schätzen. Denn am 29. Januar 2026 erscheint „Bugonia“ im deutschen Heimkino – unter anderem auf DVD und Blu-ray:

„Bugonia“ bei Amazon*

Es ist auch ein limitiertes 4K-Steelbook* angekündigt, jedoch ist es bei Amazon derzeit nicht vorrätig. Wer nicht auf Nachschub warten will (oder eh auf der Suche nach einer Amazon-Alternative ist), wird momentan allerdings bei JPC* fündig. Zudem ist „Bugonia“ auf diversen Plattformen, darunter Prime Video*, als VOD verfügbar.

Darum geht es in „Bugonia“

Zwei von Verschwörungstheorien besessene Cousins (Jesse Plemons und Aidan Delbis) entführen Michelle Fuller (Emma Stone), die einflussreiche Geschäftsführerin eines mächtigen Pharmakonzerns. Denn sie sind überzeugt davon, dass sie eine Außerirdische ist, die plant, die Erde zu zerstören. Durch strenges Zureden, Folter und knifflige Tests wollen die Männer sie dazu bringen, ihre Tarnung fallen zu lassen – und Michelle kann nicht fassen, mit welch verbissenen Trotteln sie es zu tun bekommt…

Ein filmischer Mittelfinger

Das Faszinierende an Lanthimos: Einerseits weiß man bei ihm, was man bekommt. Eine präzise eingefädelte, exzentrische Inszenierung (gerne mit wiederkehrender Fischaugenoptik), pechschwarzen Humor und entrückte Dialoge – all das, um mit der absurden, selbstzerstörerischen Menschheit abzurechnen. Andererseits weiß man trotz dieser deutlichen Handschrift eben doch nicht, was man bei ihm bekommt. Der Verfasser dieses Heimkino-Tipps etwa ist glühender Lanthimos-Fan. Ich bin es gar so sehr, dass ich den von vielen Filmbegeisterten irritiert bis ablehnend beäugten „Kinds Of Kindness“ zu meinen Lieblingsfilmen des Jahres 2024 zähle!

Dafür kenne ich Leute, die Lanthimos allgemein verachten, aber trotzdem mindestens einen seiner Filme feiern. 2025 kam bei der „Wie kommt Lanthimos dieses Mal an?“-Lotterie folgendes heraus: Ich halte den satirischen Thriller mit Folterszenen, Geschwurbel und gallig-kopfschüttelndem Humor über die Stumpfsinnigkeit von uns Menschen für eine der schwächeren Lanthimos-Arbeiten. Vielleicht sogar für seinen schwächsten Langfilm – aber ein schwacher Lanthimos ist für mich immer noch ein guter Film!

Während mir „Bugonia“ nicht trocken, provokant und gemein genug war, zelebrierte ihn FILMSTARTS-Chefkritiker Christoph Petersen als großen, bösen Spaß und vergab starke vier Sterne. Und wo ich ihm zustimme: Das „Save The Green Planet!-Remake „ist oft nicht sonderlich subtil, aber zugleich stürzen sich vor allem Jesse Plemons und Emma Stone trotzdem derart rückhaltlos in ihre Rollen, dass ihr Psycho-Duell einem dennoch wahnsinnig viel Freude“ bereitet.

Oscar-Segen für Stone

Freude an „Bugonia“ hatte auch die Academy Of Motion Picture Arts And Sciences: Die neuste Lanthimos-Regiearbeit (die zugleich seinen letzten Kinofilm für die nähere Zukunft markiert, da der Ex-Basketballer eine Verschnaufpause einlegen will) heimste vier Oscar-Nominierungen ein! Der fiese Thriller mischt in den Sparten „Beste Filmmusik“, „Bestes adaptiertes Drehbuch“ und „Bester Film“ mit – sowie „Beste Hauptdarstellerin“ für Emma Stone. In den Jahren zuvor erntete sie bereits Nominierungen für ihr Schauspiel in „Birdman“, „La La Land“, „The Favourite“ und „Poor Things“ sowie durch die Bester-Film-Nominierung von „Poor Things“.

Somit brachte „Bugonia“ Hauptdarstellerin und Produzentin Emma Stone einen Ehreneintrag in der Oscar-Historie ein. Denn durch ihre zwei „Bugonia“-Nominierungen (schließlich erhalten die Produzent*innen die Nominierungen in der „Bester Film“-Sparte) wurde Stone zur jüngsten siebenfach für den Oscar nominierten Frau der Geschichte – und zur zweitjüngste Einzelperson generell, der diese Leistung gelungen ist. Einzig Walt Disney war schneller als sie: Er ergatterte seine siebte Oscar-Nominierung bereits im Alter von 34 Jahren!

Und wenn ihr noch einen Heimkino-Tipp haben möchtet, der im aktuellen Oscar-Rennen mitspielt, springt einfach zu diesem Beitrag:

Neu im Heimkino: In diesem Meisterwerk erwartet euch eine der besten Verfolgungsjagden aller Zeiten – und noch so viel mehr!

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