38-Jähriger geht im Sommer

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Vor rund zwei Wochen hat Routinier Marwin Hitz (38) bekanntgegeben, dass er den FC Basel 1893 am Saisonende nach Ablauf seines Vertrages verlassen wird. Spätestens seitdem läuft beim 21-fachen Meister die Suche nach einem neuen Torwart und der Blick geht dabei auch nach Norddeutschland. Nach Transfermarkt-Infos hat Jonas Krumrey von Holstein Kiel das Interesse der Bebbi geweckt. Zuerst hatte der „Kicker“ den 22-Jährigen auf einer Liste von Kandidaten für die Hitz-Nachfolge genannt, auf der etwa auch Ex-Basler Yann Sommer (37, Vertrag bei Inter endet) steht.
Gerücht
Krumrey ist erst im Sommer 2025 für eine geringe Ablöse von rund 150.000 Euro von Red Bull Salzburg nach Kiel gewechselt, wo er noch bis 2027 unter Vertrag steht. Der vom Chiemsee stammende Keeper kam 2017 aus der Jugend des FC Bayern zu den Bullen, wo er aber nicht den Sprung zu den Profs schaffte. 2024/25 war er nach Lyngby in Dänemark verliehen und kam in der Folge nach Kiel, um Stammkraft Timon Weiner (27) herauszufordern.
Die Erwartungen übertraf Krumrey jedoch und etablierte sich schnell als Nummer eins. In 19 Zweitliga-Spielen blieb er fünfmal zu null und kassierte nur 24 Gegentore. Seinen Marktwert steigerte Krumrey, der auch bei Vereinen aus der englischen Championship im Fokus stehen soll, seit dem Transfer von 300.000 auf 1,2 Millionen Euro, ist damit im Kader der Störche einer der großen Gewinner dieser bislang noch holprigen Saison.
Torwartausbildung bei Holstein Kiel: Folgt Rothenhagen auf Krumrey?
Krumreys steile Entwicklung ist kein Zufall: Unter Torwarttrainer Patrik Borger, der einst für den FC St. Pauli auflief, arbeitet die KSV konzeptionell an der Verbesserung des Torhüterteams. Das gilt ebenso für Weiner, der mit Holstein 2023/24 in die 1. Bundesliga aufgestiegen war. In der Rotationsrolle zeigte er im DFB-Pokal bei den Auswärtssiegen in Wolfsburg (1:0) und beim HSV (5:3 n.E.) starke Leistungen und wird wohl auch im Viertelfinale kommende Woche gegen Stuttgart (Mittwoch, 20:45 Uhr) wieder das Vertrauen bekommen.
Der frühere Schalker Jugendkeeper hatte selbst in diesem Winter Interesse bei Zweitliga-Rivalen wie Dynamo Dresden (holten stattdessen Elias Bethke) geweckt, sollte Kiel aber nicht verlassen. Als beachtlich gilt auch die Entwicklung von KSV-Eigengewächs Lio Rothenhagen, der seit September 2025 Teil des deutschen U20-Kaders ist und schon drei Einsätze aufweist. Der 19-Jährige ist ein großes Talent und könnte bei einem Abgang Krumreys den nächsten Schritt im Profikader der Störche machen. Ein Abschied der Nummer eins aus Kiel im Winter ist kein Thema. Für den Sommer, für den Basel sucht, kann dies bei einem passenden Angebot und mit Blick auf den 2027 auslaufenden Vertrag aber nicht ausgeschlossen werden.
