Strafprozess in Düsseldorf

Geplante Entführung deckt Drogen-Plantagen in NRW auf

28.01.2026 – 15:22 UhrLesedauer: 1 Min.

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Eine Cannabis-Pflanze (Symbolbild): Der Drogen-Bande wird vorgeworfen, mehrere große Cannabis-Plantagen im Land betrieben zu haben. (Quelle: Gareth Fuller/dpa)

Mehr als 6.000 Cannabispflanzen, sieben Angeklagte und eine geplante Entführung: Am Landgericht Düsseldorf läuft ein Prozess um eine mutmaßliche Drogenbande.

Am Düsseldorfer Landgericht hat der Prozess gegen sieben albanische Angeklagte im Alter von 21 bis 51 Jahren begonnen. Die Ermittler hatten im vergangenen Mai in Dormagen fast 1.200 Cannabispflanzen sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten gewerbsmäßigen Anbau und bandenmäßigen Drogenhandel in nicht geringer Menge vor. Beim Prozessauftakt kündigten die Verteidiger Aussagen ihrer Mandanten an.

Zwei Anführer hatten laut Anklage Immobilien angemietet und fünf Landsleute angeworben, die die Plantagen dauerhaft bewirtschaften sollten. Die Plantagen wurden durch Ermittlungen zu einer geplanten Entführung im Drogenmilieu entdeckt, sagte Staatsanwältin Meike Beckmann. Angeklagt waren zwei lettische Söldner. Beide sollten für einen asiatischen Drogenboss einen Mann entführen. Sie waren aber einer Polizeistreife aufgefallen und festgenommen worden.

Am 6. Mai des vergangenen Jahres hoben die Ermittler die Plantagen aus. An der Aktion beteiligten sich auch Spezialeinsatzkommandos (SEK). In Bad Salzuflen, Dormagen, Herne, Lüdenscheid, Neuss und Oberhausen schlugen die Ermittler zu.

Der durchschnittliche Energieverbrauch für die illegalen Plantagen soll bei rund zwei Millionen Kilowattstunden pro Jahr gelegen haben. Das entsprach etwa dem jährlichen Verbrauch von 400 Haushalten. Den Strom sollen die Tatverdächtigen illegal aus dem Stromnetz abgezapft haben. Für den Prozess sind bis zum 23. März weitere sieben Verhandlungstage angesetzt.