„Ich glaube, Betroffene denken, das sei ihre Normalität“, sagte sie im Gespräch. „Bruce hat nie wirklich begriffen, was los ist. Er hat die Punkte nie zu einem Krankheitsbild verbunden. Darüber bin ich wirklich froh.“ Laut Heming-Willis erspart ihm diese neurologische Veränderung das Leid, das mit dem Wissen um den eigenen Verfall einhergehen würde.

Bruce Willis erkennt seine Familie noch

Emma Heming-Willis betonte, dass ihr Ehemann trotz seiner Erkrankung weiterhin eine Verbindung zu seiner Familie hat. Oft werde sie gefragt, ob Bruce Willis sie oder die Kinder noch erkenne. Ihre Antwort darauf sei ein klares Ja. Da er nicht an Alzheimer, sondern an frontotemporaler Demenz leidet, seien die Beziehungen zu seinen Liebsten weiterhin vorhanden, wenn auch in veränderter Form. „Er ist körperlich noch sehr präsent. Er hat eine Art, eine Verbindung zu unseren Kindern und mir aufzubauen, die vielleicht anders ist, als man es gewohnt ist, aber sie ist immer noch wunderschön und bedeutungsvoll.“

Die Krankheit äußert sich bei Bruce Willis vor allem sprachlich, nicht aber im Verhalten oder seinen motorischen Fähigkeiten. Obwohl seine Sprachfähigkeit zunehmend schwindet, betont Heming-Willis, dass ihr Ehemann körperlich insgesamt in guter Verfassung sei. Die Familie habe gelernt, sich anzupassen und neue Wege der Kommunikation zu finden, die über das gesprochene Wort hinausgehen.

Der lange Weg zur Diagnose

Die Familie hatte den Rückzug des Schauspielers aus der Öffentlichkeit im Jahr 2022 zunächst mit einer Aphasie-Diagnose begründet, einer Sprachstörung, die die Kommunikation beeinträchtigt. Im Februar 2023 folgte dann die endgültige Diagnose: frontotemporale Demenz.

Emma Heming-Willis erinnerte sich an die ersten Anzeichen der Krankheit. Der sonst so gesellige und redselige Schauspieler sei in sozialen Situationen plötzlich „still“ und „kühl“ geworden. Dieses untypische Verhalten habe die Familie alarmiert und beunruhigt, bevor die medizinische Ursache feststand.