Im Zentrum von Skin to Skin steht eine Gruppe von 55 identischen überlebensgroßen Figuren. In schwere Stoffe gehüllt wirken sie wie Gestalten aus einer anderen Zeit, archaisch und futuristisch zugleich. Spiegelnde Elemente im Raum vervielfachen ihre Präsenz, während ein eigens komponierter elektronischer Soundtrack die skulpturale Inszenierung akustisch erweitert. Sandra Mujingas Installation besetzt den Ausstellungsraum des Belvedere 21 und lädt Besucher ein, in diese verschiedenen visuellen und klanglichen Ebenen einzutauchen.
Ausstellungshinweis
„Skin to skin“, Sandra Mujinga, Belvedere 21, Arsenalstraße 1, 1030 Wien, 29.1. bis 31.5.2026, Di bis So 11.00 bis 18.00 Uhr, Do 11.00 bis 21.00 Uhr.
Die 1989 in Goma, in der Demokratischen Republik Kongo geborene Sandra Mujinga lebt und arbeitet in Oslo. Ihre multidisziplinäre Praxis umfasst Installation, Skulptur, Fotografie, Performance, Video und Musik. Zentrale Themen ihrer Arbeit sind die Sichtbarkeit Schwarzer Körper im öffentlichen Raum sowie das Potenzial von Opazität und Ambiguität für Handlungsmacht und Selbstschutz. Skin to Skin ist Mujingas erste Museumspräsentation in Österreich.
Körper anders denken
Mujinga verhandle Fragen von Sichtbarkeit, Identität und technologisch geprägten Machtverhältnissen mit beeindruckender künstlerischer Präzision, so Stella Rollig, Generaldirektorin des Belvedere. Ihr Werk berührt zentrale Debatten unserer Gegenwart – von Repräsentationspolitiken bis zu digitaler Erfassung. Skin to Skin eröffnet im Belvedere 21 einen Raum, in dem neue Formen des Gemeinsamen vorstellbar werden.

Kunst-Dokumentation.com, Manuel Carreon Lopez / Belvedere, Wien
55 identische, übergroße Figuren im Ausstellungsraum.
Kurator Axel Köhne findet, dass Mujingas Installation dazu einlade, „Körper anders zu denken: nicht als klar abgegrenzte Einzelwesen, sondern als kollektive, fluide und widerständige Präsenz. Die Besucher*innen bewegen sich durch ein Feld von Doppelgänger*innen, Spiegelungen und Sound und werden Teil einer spekulativen Umgebung, die neue Perspektiven auf Wahrnehmung, Identität und Gemeinschaft eröffnet.