Medizinische Hochschule
Drei Tage: Erneuter Warnstreik in Hannover
29.01.2026 – 04:09 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Schild an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) (Archivbild): Vom 2. bis Februar wird gestreikt. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa)
Die Beschäftigten der Uni-Klinik streiken drei Tage lang. Welche Folgen das für den Klinikbetrieb hat.
Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zu einem dreitägigen Warnstreik aufgerufen. Vom 2. bis zum 4. Februar werden die Mitarbeitenden ihre Arbeit niederlegen.
Der erneute Arbeitskampf folgt auf einen Campusstreiktag, an dem sich am Mittwoch rund 2.300 Beschäftigte der Universitäten und Hochschulen aus Niedersachsen und Bremen beteiligt haben. Unter den Streikenden waren auch zahlreiche MHH-Mitarbeitende.
„Das ist ein starkes Signal an die Arbeitgeber, in den laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder endlich ein Angebot auf den Tisch zu legen“, sagte Ulrike Schilling, die zuständige stellvertretende Fachbereichsleiterin im Verdi-Landesbezirk.
Der Betrieb an der Klinik wird voraussichtlich an allen drei Tagen deutlich eingeschränkt sein. Die Versorgung von Notfällen ist aber zu jeder Zeit gewährleistet. „Die Beschäftigten der MHH streiken verantwortungsbewusst, bei Einhaltung der Notdienstvereinbarungen seitens der Arbeitgeber wird niemand wegen des Warnstreiks zu Schaden kommen“, sagte Schilling.
Verdi fordert sieben Prozent, monatlich mindestens 300 Euro mehr Geld. Zudem sollen die Zuschläge für Arbeit zu ungünstigen Zeiten, zum Beispiel nachts, um 20 Prozentpunkte erhöht werden. Für Nachwuchskräfte fordert die Gewerkschaft monatlich 200 Euro mehr sowie die unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung.
Die dritte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Länder findet am 11. Februar statt. Über mögliche Aktionen während des dreitägigen Warnstreiks will Verdi gesondert informieren.
