Studie zu Metropolregionen

Darum sind Düsseldorf und Umgebung so lebenswert

29.01.2026 – 08:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Rheinufer in Düsseldorf (Archivbild): Die Landeshauptstadt und die Region punkten in einem neuen Ranking. (Quelle: IMAGO/Jochen Tack/imago)

Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat zwölf Metropolregionen in Deutschland auf ihre Lebensqualität untersucht. Die Spitzenreiter liegen beide in NRW, der Gewinner überrascht.

Wie viel Zeit benötigen Menschen für ihren Arbeitsweg? Was kostet ihre Wohnung? Und wie schnell erreichen sie den nächsten Bahnhof? Diese und andere Faktoren, die die Lebensqualität im Alltag mehr oder weniger maßgeblich beeinflussen können, haben Experten des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) mit Sitz in Köln in einer Studie im Auftrag des Regionalverbands Ruhr untersucht. Das Ziel: herauszufinden, in welcher deutschen Metropolregion es sich am besten leben lässt.

Das Rheinland mit seinen beiden Großstädten Köln und Düsseldorf landet im Vergleich der zwölf Metropolregionen auf dem zweiten Platz. Die Wege zu Kita, Schule oder Job sind im Vergleich zu etwa Berlin oder Hamburg vergleichsweise kurz. Außerdem punktet das Rheinland beim Nachtleben, den Kulturangeboten, Sport- und Freizeitaktivitäten und bei der Erreichbarkeit von Bahnhöfen, Autobahnen und Flughäfen.

Im Bereich „Familie“, der beispielsweise die Erreichbarkeit von Kitas, Grundschulen oder Spielplätzen umfasst, reiht sich das Rheinland im Mittelfeld auf dem fünften Platz ein, bei den Wohnkosten, die sowohl Mieten als auch Kaufpreise beinhalten, auf dem siebten von insgesamt zwölf Plätzen.

Absoluter Spitzenreiter des Rankings, noch vor dem Rheinland, ist das Ruhrgebiet. Die Autoren der Studie betonen die Vorteile der dortigen „polyzentrischen Struktur“. „Hier gibt es nicht ein Zentrum, sondern viele. Egal, wo man in der Region wohnt: Fernbahnhöfe, Autobahnen und Krankenhäuser sind schnell erreichbar. Kultur- und Freizeitangebote sind flächendeckend vorhanden. Zusammen mit moderaten Immobilienpreisen macht diese Struktur das Ruhrgebiet besonders lebenswert“, heißt es in der Studie.

Die drei letzten Plätze im Ranking belegen Hamburg (Platz 10), Nürnberg (Platz 11) und München (Platz 12). Hohe Wohnkosten, eine geringere Dichte von Kultur- und Freizeitangeboten sowie längere Wege zu Bahnhöfen, Autobahnen und Flughäfen lassen die bayerische Landeshauptstadt bei der Auswertung schlecht aussehen.