Der US-Rockmusiker Bruce Springsteen hat den Einwohnerinnen und Einwohnern von Minneapolis eine Protesthymne gewidmet. Im Song Streets of Minneapolis verurteilt er die brutalen Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE unter US-Präsident Donald Trump. Springsteen singt von „König Trumps Privatarmee“, die „auf unseren Rechten herumtrampelt“.
Auf seiner Webseite schreibt der Musiker, er habe das Lied am Samstag geschrieben, am Dienstag aufgenommen und am Mittwoch veröffentlicht – „als Antwort auf den Staatsterror“, von dem die Stadt im Bundesstaat Minnesota heimgesucht werde. Begleitet von „ICE out“-Rufen ruft Springsteen in dem Song dazu auf, „für dieses Land und den Fremden in unserer Mitte aufzustehen“.
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Sowohl ICE als auch andere kooperierende Bundesbehörden stehen wegen ihres martialischen Vorgehens heftig in der Kritik. Der Protest wurde noch lauter, nachdem Anfang Januar Renée Good durch Schüsse eines ICE-Beamten getötet wurde. Am vergangenen Samstag wurde dann der Krankenpfleger Alex Pretti bei einem Einsatz von Grenzschützern erschossen. Landesweit gingen daraufhin Menschen auf die Straße.
Springsteen kritisiert, Trump beleidigt
Springsteen ist seit Langem als Kritiker des US-Präsidenten bekannt. Auch auf seiner Tour im vergangenen Jahr sprach er sich gegen Abschieberazzien und den Umgang der Regierung mit Demonstrationen in Los Angeles aus. Trump beleidigte Springsteen daraufhin als „vertrocknete Pflaume“, die „den Mund halten“ solle.
Der Songtitel Streets of Minneapolis erinnert an das berühmte Springsteen-Lied Streets of Philadelphia aus dem Film Philadelphia, der die Aids-Krise in der Stadt zum Thema hat. Springsteen gewann mit dem Song unter anderem einen Oscar.
USA
ICE in Minneapolis
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
ICE in Minneapolis:
Die Stadt, die Trump nicht brechen kann
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Eskalation in den USA:
Hat da jemand „Bürgerkrieg“ gesagt?