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Bund fördert Glasfaserausbau in Aachen mit 32 Millionen Euro

29.01.2026 – 08:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Signal für den Glasfaserausbau (v.l.): Thomas Hissel (Dezernent für Wohnen, Soziales und Wirtschaft), Roman von der Lohe (Stabsstellenleiter für Digitalisierung), Oberbürgermeister Michael Ziemons und Dieter M. Begaß (Fachbereichsleiter)Vergrößern des Bildes

Signal für den Glasfaserausbau (v.l.): Thomas Hissel (Dezernent für Wohnen, Soziales und Wirtschaft), Roman von der Lohe (Stabsstellenleiter für Digitalisierung), Oberbürgermeister Michael Ziemons und Dieter M. Begaß (Fachbereichsleiter) (Quelle: Stadt Aachen)

Der Bund gibt Millionen für den Glasfaserausbau in Aachen. Gefördert werden vor allem bislang langsame Anschlüsse in sogenannten grauen Flecken.

Die Stadt Aachen hat Fördermittel in Höhe von rund 32 Millionen Euro für den Glasfaserausbau erhalten. Der Bund stellt das Geld über das Bundesförderprogramm nach der Gigabit-Richtlinie 2.0 bereit. Ziel ist es, bislang unterversorgte Bereiche im Stadtgebiet mit leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen auszustatten.

Im Fokus stehen die sogenannten grauen Flecken. Dabei handelt es sich um Adressen, an denen derzeit weniger als 250 Megabit pro Sekunde im Download verfügbar sind. Betroffen sind Privathaushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Mit der Förderung sollen insbesondere Standorte angeschlossen werden, für die bislang kein eigenwirtschaftlicher Ausbau geplant war.

Oberbürgermeister Michael Ziemons sieht in der Förderzusage einen wichtigen Schritt für die Stadt: „Sie zeigt, dass Bund, Land und Kommune gemeinsam daran arbeiten, die digitale Infrastruktur weiter auszubauen und die Lebens- und Arbeitsbedingungen in unserer Stadt nachhaltig zu verbessern.“

Nach Angaben der Stadt belaufen sich die Gesamtkosten des geplanten Ausbaus auf rund 64,3 Millionen Euro. Der Bund übernimmt davon 50 Prozent. Parallel hat Aachen weitere Fördermittel beim Land Nordrhein-Westfalen beantragt. Bei einer Bewilligung könnte das Land einen großen Teil der restlichen Kosten tragen und den kommunalen Eigenanteil deutlich senken.

Besonders profitieren sollen Orte am Rande des Stadtgebiets, wie unter anderem Horbach und Schmithof. Fachbereichsleiter Dieter M. Begaß erklärt, dass die Förderung einen flächendeckenden Ausbau an allen als graue Flecken eingestuften Adressen ermögliche.

Mit einer Entscheidung des Landes NRW über weitere Fördermittel rechnet die Stadt im Laufe des Jahres. Danach will Aachen eine europaweite Ausschreibung starten, um ein Unternehmen mit der Umsetzung des Glasfaserausbaus zu beauftragen.

Der vorläufige Förderbescheid wurde am 14. Januar in Berlin symbolisch übergeben. Die Veranstaltung stand erstmals unter der Schirmherrschaft des neuen Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung.