Versorgung gesichert
Fix: Stadt Nürnberg kauft Krankenhaus
29.01.2026 – 09:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine junge Patientin in der Cnopfschen Kinderklinik (Archivbild): Die Stadt übernimmt die Klinik. (Quelle: Sportfoto Zink / Thomas Hahn via www.imago-images.de/imago)
Rund 3.000 Babys kommen hier pro Jahr auf die Welt, und doch stand die Klinik vor dem Aus. Die Stadt springt ein – doch der Kämmerer mahnt.
Die Hängepartie um die Cnopfsche Kinderklinik sowie die angeschlossene Klinik Hallerweise hat ein Ende. Der Nürnberger Stadtrat stimmte in seiner nicht-öffentlichen Sitzung am Mittwochabend der geplanten Übernahme durch die Stadt zu. Damit wird das Haus, das in wirtschaftliche Schieflage geraten war, zum 1. Januar 2027 in das Klinikum Nürnberg integriert.
Oberbürgermeister Marcus König (CSU) sagt: „Die unabhängigen Wirtschaftsprüfer haben, wie erwartet, unseren Kurs bestätigt.“ Stadtkämmerer Thorsten Brehm (SPD) sagt, die Übernahme erfolge in „einer Phase großer wirtschaftlicher Herausforderungen für kommunale Kliniken“.
„Nürnberg wird mit Millionen aus dem Stadthaushalt Verantwortung übernehmen, um die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen“, so Brehm weiter. Dauerhafte Hilfen aus den Kommunen dürften aber nicht zur Regel werden, Bund und Länder müssten endlich ihrer Verantwortung nachkommen, um Krankenhäuser verlässlich zu finanzieren, mahnt der Kämmerer weiter.
Bis zum Vollzug der Übernahme zum Jahreswechsel bleibt das Klinikum vorerst in der Trägerschaft von Diakoneo. Nach Angaben der Stadt werden in der Cnopfschen Kinderklinik wie auch im Klinikum Nürnberg jeweils rund 3.000 Geburten pro Jahr betreut. Beide seien als Perinatalzentren der höchsten Versorgungsstufe auch auf Risikoschwangerschaften spezialisiert.
Die angeschlossene Klinik Hallerwiese versorgt auch Erwachsene. Zu den Fachbereichen zählen Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gynäkologie, Innere Medizin und Gastroenterologie sowie Anästhesie und Intensivmedizin. Insgesamt hat das Haus 265 Betten und rund 900 Beschäftigte.
