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Ein Jahr Trainer Niko Kovac (54) in Dortmund. Zeit für eine ehrliche Abrechnung! Was ist besser geworden, wo krankt das System? Und wo flunkern sich die Bosse die Taschen voll?

Sicher ist: King Kovac hat den BVB reanimiert, stabilisiert, abgedichtet und Vize-fit gemacht. In wettbewerbsübergreifenden 55 Pflichtspielen erreicht er einen starken Punkteschnitt von 1,96. Der Coach ist mit Abstand der beste Transfer, den die Verantwortlichen Lars Ricken (49) und Sebastian Kehl (45) in den letzten zwölf Monaten gelandet haben.

Konsequenz: souveräner Liga-Rang 2, acht Punkte hinter Dauer-Meister Bayern. Dazu im vierten Jahr in Serie die K.o.-Phase der Champions League erreicht. Speziell die Europa-Pleiten gegen ManCity (1:4), Tottenham (0:2) und Inter (0:2) sowie das Peinlich-Unentschieden gegen Bodö-Glimt (2:2) zeigen jedoch eine bittere Wahrheit …

Mehr zum ThemaMehr ist mit diesem Kader nicht drin

Immer deutlicher wird: Der Mannschaft fehlt es in der Tiefe an Qualität. In der Bundesliga reicht es so zum Rest-Meister hinter Bayern, in Europas Königsklasse aktuell nur noch zum Mittelmaß (17.).

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Rund 100 Mio. Euro wurden in Sommer-Transfers investiert. Die dringend benötigten Unterschiedspieler sind bis heute weder Jobe Bellingham (19/30,5 Mio. Euro), Fabio Silva (23/22,5 Mio.), noch Carney Chukwuemeka (20/20 Mio.). Fakten, die die Bosse gerne vernebeln und sich damit konsequent weiter von Titeln entfernen.

Die Qualität des Kaders sei gut, heißt es dann. Die Spieler benötigen mehr Eingewöhnungszeit, heißt es dann. Wahr ist: Star-Abgänge der vergangenen Jahre (u.a. Bellingham. Haaland, Sancho, Dembélé, Gittens) konnten bis dato nicht adäquat ersetzt werden. 

Fällt wie gegen Inter plötzlich noch Abwehrchef Waldemar Anton (29) neben Niklas Süle (30) und Blitz-Abgänger Aaron Anselmino (20) kurzfristig aus, ist der BVB mit seinem Personal schnell am Limit. DIESE WARNUNG DÜRFEN DIE BOSSE NICHT LÄNGER IGNORIEREN! Die Abwehr droht erneut zur Sollbruchstelle im BVB-System zu werden.

Niko Kovac beim Champions-League-Spiel gegen Inter

Niko Kovac beim Champions-League-Spiel gegen Inter

Foto: Getty Images

Nur ein weiteres Beispiel: Im Angriff kann die Knipser-Krise von Serhou Guirassy (29/seit September nur 2 Liga-Tore) nicht wirklich kompensiert werden. Inzwischen wird sogar Nico Schlotterbeck (26/3 Liga-Treffer) als Torjäger geführt, Karim Adeyemi (24) hingegen ist immer häufiger Bankdrücker.

Glücksfall Kovac – Problem-Fall BVB-Kader!

Zuletzt wurde intensiv über die Attraktivität des Spiels diskutiert (Sichtwort: A- und B-Note). Fans vermissen seit Monaten den Wow-Effekt im Dortmunder Ballvortrag. Offensichtlich ist: Kovac holt raus, was geht: Nur eine Liga-Pleite gegen Bayern(1:2) ist beeindruckend, 4 Last-Minute-Unentschieden hingegen überflüssig. Kurz: Die nächste Stufe der Begeisterung bekommt Kovac (noch) nicht gezündet.

Warum? Weil Dortmund nach dem Kovac-Faktor jetzt auch den Kader-Faktor dringend benötigt! Ricken und Kehl sollten ein Infrastruktur-Beschleunigungsgesetz erlassen – ein guter Trainer allein reicht nicht, um auf Dauer ganz oben angreifen zu können.

Nach Leih-Ende: Emotionaler Tränenabschied von BVB-Star

Quelle: Twitter@BVB-TV26.01.2026

Kovac hat Dortmund wieder in die Spur gebracht, jetzt müssen sie ihm die Tiefe im Kader besorgen. Auch Wunsch-Star Schlotterbeck wird die nächsten Transfer-Entwicklungen beim BVB ganz genau beobachten und in seine Zukunfts-Entscheidung definitiv mit einfließen lassen – Stichwort Titelfähigkeit …