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Berlin – Eisregen legte Berlins Straßenbahnen tagelang lahm – jetzt fordert ein Experte Konsequenzen. Markus Hecht, Schienenfahrzeug-Experte und Mitglied des BVG-Aufsichtsrats, verlangt schnellere und automatische Lösungen. Dem Sender RBB sagte er, die BVG brauche eine „automatische Methode“, die sehr viel schneller und mit weniger Personal die Linien „wieder flott“ bekomme. Derzeit habe es viel zu lange gedauert.

Der Experte schlägt vor, verschiedene Lösungsansätze zu prüfen. Tests in einer Klimakammer sollen folgen – ein Prozess, der Monate intensiver Arbeit erfordert.

Stromleitungen vereist – Handarbeit nötig

In Berlin war das Straßenbahnnetz, das sich zum Großteil im ehemaligen Ostteil der Hauptstadt befindet, wegen vereister Stromleitungen seit Montag zusammengebrochen. Die Leitungen mussten per Handarbeit von dem Eis befreit werden. Auch Teile der S- und U-Bahn waren im gesamten Stadtgebiet betroffen.

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Laut Hecht traf das Wetterphänomen die BVG unvorbereitet. Der Schienenfahrzeug-Fachmann nimmt die Verkehrsbetriebe jedoch in Schutz: Auf derart seltene Ereignisse lasse sich kaum vorbereiten. Man könne der BVG daher keinen Vorwurf machen.

Auch S-Bahn kämpfte lange

Der Aufsichtsrat ist überzeugt: Die BVG wird sich nun verbessern. Auch die S-Bahn brauchte Jahre und Tests in einer Wiener Testkammer, um wetterfester zu werden.