Im Japandi-Stil leben – so gelingt’s!

Wenn Eleganz auf Redundanz trifft, Minimalismus und Gemütlichkeit sich nicht ausschließen und Funktionalität durch kluge wie ästhetische Lösungen umgesetzt wird – dann handelt es sich wahrscheinlich um den Einrichtungsstil Japandi. Die Komposition aus Japanisch und Skandinavisch beschreibt einen Wohntrend, der das Beste beider Regionen zusammenbringt: Die ruhige und ausgewogene Philosophie Japans und den Sinn für Qualität und Design Dänemarks.

Wer sich für ein Japandi-Interieur entscheidet, trifft eine nachhaltige Wahl. Obwohl der Stil aktuell im Trend ist, kommen nachhaltige, hochwertige und schlichte Einrichtungen wohl nie aus der Mode. Individuelle Hingucker geben der ruhigen Ästhetik, die durch klare Linien, sanfte Farbtöne und natürliche Materialien bestimmt wird, einen persönlichen Touch und können jederzeit verändert werden. Deshalb entscheiden sich immer mehr Eigentumsbesitzer:innen für ein Interieur à la Japandi.

Japandi Einmaleins: Worauf es wirklich ankommt, zeigen diese 7 Häuser und Apartments

AD hat 7 Häuser und Wohnungen besucht, in denen die schlichte Eleganz Japans und Gemütlichkeit Skandinaviens perfekt zusammen gehen.

#1 Wohnung mit Midcentury-Anleihen in Madrid

Paula Mena vom Estúdio Yeyé begleitete den gesamten Wohnungskauf- und Renovierungsprozess einer Familie in Madrid und verwandelte schlussendlich ein Objekt aus den 1950er-Jahren in eine harmonische Familienwohnung im Japandi-Stil. Für die japanisch-skandinavische Einrichtung schaffte die Architektin zunächst in allen Räumen eine Basis aus Weißtönen und Holzelementen, die sie durch rote Farbtupfer ergänzte: Travertin in den Badezimmern, rote Arbeitsplatten und Regalbretter in den Wohnräumen und ein rot-weißer-Schachbrettboden in der Küche. Damit ist den Architekt:innen vom Estúdio Yeyé eine Balance aus Ruhe und Persönlichkeit gelungen, welche die Schlichtheit Japanischer Linien und die Wärme des dänischen Designs ausstrahlt.

Renovierung in Madrid Blick in die Küche

Eines der prägendsten Elemente des Interiors ist der rot-weiße Schachbrett-Boden in der Küche, dessen Muster in Form eines Teppichs auch im Kinderzimmer aufgegriffen wurde.

@sergio_pradanaRenovierung in Madrid Schlafzimmer Bett ohne Kopfteil gestreifte Bettwäsche

Die minimalistisch gehaltene Einrichtung strahlt Ruhe aus, ohne dabei zu streng zu wirken.

@sergio_pradanaRenovierung in Madrid Wandregal aus Holz mit roten Regaleinlagen

Das Arbeitszimmer neben der Küche ist mit einem cremefarbenen Boden ausgestattet. Das Bordeauxrot der Küche wird durch die Regaleinlagen der Bibliothek aufgegriffen, die mit den hellen Eichenelementen kontrastieren.

@sergio_pradanaRenovierung in Madrid Wohnzimmer Sessel Sofa Fernseher

Die Eichendielen erstrecken sich vom Eingangsbereich bis zum Wohnzimmer und in alle Schlafzimmer. Sie harmonieren mit den Schreinerarbeiten in Beige-Tönen und den Textilien aus natürlichem Leinen, die den Räumen eine warme Note verleihen. Neben dem Fernseher ist eine George-Nelson-Wandleuchte von Hay angebracht.

@sergio_pradana

#2 Mini-Apartment in Warschau

Japandi steht für Funktionalität! In diesem Tiny Space in Warschau ist jeder Quadratzentimeter sinnvoll genutzt. Karolina Howorko von Studio Hoka in Amsterdam hat ein Zwischengeschoss in der 4,3 Meter hohen Wohnung, die ehemals ein Lagerraum war, gezogen und Klapplösungen in Küche und Treppe verbaut. Damit schaffte sie einerseits Stauraum, andererseits können Möbel jederzeit versteckt werden. So transformierte das nur 29-Quadratmeter große Studio in eine Maisonettewohnung inklusive Schlafzimmer, Arbeitsbereich und Wohnküche. Nicht nur die Funktionalität steht in dem Warschauer Apartment für Japandi. Auch in der Einrichtung und Farbwahl entschied sich Howorko für klare Kanten sowie schlichte und helle Töne, die den großzügigen Lichteinfall aufgreifen und Ruhe ausstrahlen.