Der Zwei-Meter-Mann bewegt sich langsam über das Flugzeug – ruhige Gesten. In der Hand hält er ein silbrig glänzendes Mikrofon. Dunkle Sonnenbrille, silberner Ohrhänger, schwarze lange Haare im Pferdeschwanz, schwarzer Kinnbart und Schnauzer. Ein Auftritt aalglatt wie seine Gelfrisur.
Im schwarzen Samtanzug wirkt Apache fast wie ein Schlagersänger. Und ähnlich weich klingen auch einige seiner Rapsongs: ein Badboy mit verspielten Momenten, butterweicher Bassdrum – mehr Shishabar-Hymne als Kampflied. Rund um das Flugzeug steht die Band – Schlagzeug, Synthesizer, E-Gitarre.
Beim Song „Wenn das so bleibt“ geht der 28-jährige Rapper in die Menge, High Five mit einem kleinen Mädchen, dann schreibt er Autogramme, posiert für Selfies. Einmal will er durch die ganze Arena laufen, doch der Song endet zu früh. Kein Problem, er spielt ihn einfach noch einmal und bedankt sich für die Geduld seiner Fans.
Wenig später segelt der Rapper auf einer weißen, aufgeblasenen Wolke hoch über den Köpfen durch die Arena und filmt die Menge mit einer Videokamera. Währenddessen läuft Reinhard Meys Klassiker „Über den Wolken“ – ein Stilbruch, passend zu Apaches Genre-Mix. Pop, Rap und Eurodance, alles landet im Soundschmelztiegel.