Passanten in der Innenstadt in Hamburg

Stand: 29.01.2026 10:49 Uhr

Im Vergleich zu 2024 ist die Bevölkerung im vergangenen Jahr um rund 100.000 Einwohner zurückgegangen. Laut dem Statistischen Bundesamt lag dies insbesondere an der rückläufigen Zuwanderung nach Deutschland.

Zum ersten Mal seit fünf Jahren ist die Bevölkerungszahl in Deutschland gesunken. Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes lebten zum Jahresende 2025 etwa 83,5 Millionen Menschen in Deutschland. Die Bevölkerung war damit um knapp 100.000 Personen kleiner als zum Jahresende 2024.

Zuletzt hatte es in den Jahren 2003 bis 2010 sowie im ersten Corona-Pandemiejahr 2020 Bevölkerungsrückgänge gegeben. „Wie in allen Jahren seit der deutschen Vereinigung 1990 überstieg auch im Jahr 2025 die Zahl der Gestorbenen die Zahl der Geborenen“, berichtete das Statistische Bundesamt.

Zahl der Geburten und Nettozuwanderung gesunken

Für 2025 rechnet das Bundesamt nur noch mit 640.000 bis 660.000 Geburten. Dem stehen gut eine Million Todesfälle gegenüber. Daraus ergäbe sich für 2025 ein Geburtendefizit von 340.000 bis 360.000 Menschen.

Dieses Defizit war größer als in den Vorjahren. Gleichzeitig nahm die Nettozuwanderung deutlich ab. Somit konnte die Lücke zwischen den Geburten und Sterbefällen erstmals seit 2020 nicht durch die Zuwanderung geschlossen werden, wie das Bundesamt mitteilte.

Die Nettozuwanderung 2025 wird nach den bisher vorliegenden Daten auf 220.000 bis 260.000 Personen geschätzt. Sie war damit laut dem Statistischen Bundesamt um mindestens 40 Prozent geringer als im Jahr 2024.