Bei winterlichem Wetter denkt man nicht unbedingt an die Freibadsaison. Bei den Sport- und Bäderbetrieben Essen (SBE) ist das anders. Dort sucht man in Zeiten von Temperaturen um den Gefrierpunkt Personal für die anstehende Sommersaison im Grugabad und den Schwimmzentren Oststadt und Kettwig. Die drei Bäder hatten im vergangenen Jahr zusammen mit dem vom RuWa Dellwig betriebenen Freibad „Hesse“ mehr als 270.000 Besucherinnen und Besucher begrüßt.

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Für dieses Jahr haben die SBE Ende Januar begonnen, öffentlichkeitswirksam Personal für den Saisonstart Anfang Mai zu suchen. Somit ist man 2026 noch etwas früher mit dem Aufruf dran als im vergangenen Jahr, als Anfang Februar eine ähnliche Meldung von der Stadtverwaltung veröffentlicht wurde. Doch auch diese frühe Suche konnte nicht verhindern, dass auch mit dem Start in die letzte Freibadsaison nicht alle Stellen besetzt waren.

Grugabad machte 2025 auch während Hitzewelle „Mittagspause“

Durch den neuerlichen Aufruf soll ein rumpeliger Start der Freibäder in die Sommerzeit verhindert werden, genauso wie verkürzte Öffnungszeiten. Im vergangenen Jahr hatte beispielsweise die nach Jahren wieder eingeführte Mittagspause die Gemüter erhitzt. Außerhalb der Ferien war das Grugabad zwischen 10 und 14 Uhr geschlossen – was während einer Hitzewelle Anfang Juli dazu führte, dass sich eine lange Schlange vor dem Eingang bildete und sich zahlreiche ahnungslose Essenerinnen und Essener in der prallen Mittagshitze die Beine in den Bauch standen.

Grund für die Einschränkungen in den städtischen Freibädern sind Personalnöte bei den Sport- und Bäderbetrieben. Die Stadtverwaltung erklärte im vergangenen Jahr: Auch wenn man etliche Saisonkräfte einstelle, benötige man für jedes Bad einen festen Stamm an Fachkräften (Meister und Meisterinnen). Von ihnen seien seit 2024 zu viele – etwa durch Verrentung, Kündigung oder Versetzung – ausgeschieden. Deswegen arbeitet man mit einem Mix aus Stammpersonal und Saisonkräften, die am Beckenrand, in Kassenhäuschen und im Reinigungsdienst eingesetzt werden.

Was wird für die anstehende Freibadsaison gesucht?

  • Die Sport- und Bäderbetriebe suchen Rettungsschwimmerinnen und -Schwimmer, die im Besitz eines „Deutschen Rettungsschwimmerabzeichens“ (DRSA) in Silber sind, inklusive einer Erste-Hilfe-Ausbildung bei einem anerkannten Bildungsträger. Dieses Abzeichen dürfe nicht älter als zwei Jahre und müsse mindestens bis Ende September 2026 gültig sein.
  • Außerdem gibt es offene Stellen für Kassiererinnen und Kassierer. Neben der Arbeit an der Schwimmbadkasse gehört laut Stadt auch die „allgemeine Betreuung der Gäste“ zu deren Aufgaben.
  • Damit die Freibäder gut in Schuss sind, sucht man zudem Reinigungs- und Hygienekräfte.

Welche Rahmenbedingungen gibt es?

In den Freibädern wird im Schichtbetrieb gearbeitet. „Hierbei sind individuelle Absprachen möglich“, kündigt die Stadt Essen an. Bezahlt werde nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Außerdem heißt es zu den Rahmenbedingungen: „Die vertraglich festgeschriebene Wochenarbeitszeit beträgt 19,5 Stunden und kann durch Mehrarbeit/Überstunden erhöht werden.“ Außerdem seien „grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache“ erforderlich – zur „sicheren Kommunikation […] im Notfall“.

Wie kann man sich bewerben?

Im Internet sind für die einzelnen Jobs Bewerbungsformulare hinterlegt. Wer sich bei den Sport- und Bäderbetrieben um eine Stelle bewerben möchte, findet die Formulare unter essen.de/schwimmen. Weitere Informationen zu den Stellen können laut Stadtverwaltung unter 0201 88-52243 sowie 0201/88-52234 eingeholt werden.