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Der Goldpreis eilt von Rekord zu Rekord! In der Nacht hat Gold erstmals die Marke von 5500 Dollar (4592 Euro) je Feinunze übersprungen. Die Rallye beschleunigt sich sogar. In der Spitze kostete eine Feinunze Gold 5588,71 Dollar (4672,58 Euro), mehr als drei Prozent über dem Niveau vom Vorabend. Am Morgen hielt sich der Preis weiter klar im Plus bei rund 5545 Dollar (4636 Euro). Sollte Gold im Tagesverlauf erneut zulegen, wäre es bereits der neunte Handelstag in Folge mit Gewinnen.
Seit Mitte Januar ist der Goldpreis um mehr als 900 Dollar (752 Euro) gestiegen. Nachdem der Preis im vergangenen Jahr bereits um 65 Prozent gestiegen war, legte Gold seit Ende 2025 fast 29 Prozent zu. Gold gehört damit aktuell zu den gefragtesten Anlageklassen weltweit.
Krisen, Politik, Misstrauen
Der Höhenflug hat mehrere Gründe. Weltweit nehmen politische und wirtschaftliche Unsicherheiten zu, viele Investoren sichern sich ab. Gold gilt in solchen Phasen als klassischer sicherer Hafen – unabhängig von Staaten, Notenbanken oder Währungen.
Hinzu kommt die Unsicherheit über die weitere Geldpolitik, vor allem in den USA. Anleger fürchten, dass politische Eingriffe und neue wirtschaftliche Konflikte langfristig den Wert von Papiergeld schwächen könnten. Gold profitiert genau von diesem Misstrauen.
Mehr zum ThemaSilber läuft Gold den Rang ab
Noch dynamischer entwickelt sich derzeit Silber. Der Preis für eine Feinunze kletterte in der Nacht auf bis zu 119,41 Dollar (99,84 Euro), zuletzt lag Silber bei rund 118 Dollar (98,66 Euro).
Im bisherigen Jahresverlauf 2026 verteuerte sich Silber um rund 65 Prozent, im Jahr 2025 hatte sich der Preis um knapp 150 Prozent erhöht. Anders als Gold ist Silber nicht nur Krisenmetall, sondern auch ein wichtiges Industriemetall – etwa für Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz, Robotik und Energie.
Rallye noch nicht am Ende
Viele Marktbeobachter sehen derzeit wenig Anzeichen für eine schnelle Entspannung an den Edelmetallmärkten. Die Nachfrage nach Gold und Silber ist hoch, während politische und wirtschaftliche Risiken bleiben. Gleichzeitig sorgt die starke Preisentwicklung für zusätzliche Aufmerksamkeit bei Investoren. Das hält die Edelmetalle auf Rekordniveau.