Der Bergische Klimaschutzverein blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück und hat auch für 2026 interessante Pläne.
Arbeitsgruppen, Vorträge von Klimabotschafter Axel Dreyer, Vereinsengagement oder auch Einsatz ohne Vereinsmitgliedschaft – der Zusammenschluss zweier Vereine zu einer Klimaschutzvereinigung, die den Namen „Klimaschutzverein regen e.V.“ trägt, erschien seinerzeit sinnvoll, um Aktivitäten zur Förderung erneuerbarer Energien zu bündeln und Synergien zu nutzen. Regelmäßig finden beispielsweise Info-Veranstaltungen zum Thema „Photovoltaik für private Häuser“ statt, die der Klimabotschafter Axel Dreyer abhält. „Das Interesse ist groß, und seitdem wir 2023 mit den Vorträgen begonnen haben, ist die Zahl der auf Cronenberger Privathäusern verbauten PV-Anlagen signifikant gestiegen“, freut sich Dreyer, dass die Informationspolitik des Vereins zum Ziel führt.
Energie-Coaching für Cronenberger – auch vor Ort – und die Anleitung zur selbstständigen Planung der eigenen PV-Anlage mithilfe einer von der Landesregierung kostenlos zur Verfügung gestellten Software gehören ebenfalls zu den Erfolgsmodellen des Cronenberger Vereins. Information, Aufklärung, Beratung in Sachen Energiewende, Nachhaltigkeit und Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks haben sich die Engagierten auf die Fahnen geschrieben. Dazu gehört auch ein Wochenendseminar zum Thema „Tiefenökologie“, das helfen soll, Fragen der Cronenberger Bürgerschaft zu beantworten und Unsicherheiten bei Fragen rund um Möglichkeiten des privaten Klimaschutzes zu beseitigen.
Richtig stolz ist der Verein als Betreiber von sechs neuen Balkon-Kraftwerken, die er im vergangenen Jahr an Seniorenwohnungen im Bereich der Hütter Straße hat anbringen lassen. Den „Tag des offenen Heizungskellers“ hat der Cronenberger Verein auf besondere Weise mit einer kleinen Hausmesse gestaltet, die zahlreiche Interessierte besuchten.
Nachhaltigkeit
auf vielen Ebenen
Auch eine Filmreihe gehörte im zurückliegenden Jahr zum Angebot; der Vierteiler „The Week“, in dem sich ein in USA lebendes Ehepaar mit den Folgen von Klimawandel und Umweltverschmutzung für die Menschheit befasst, wird in diesem Frühjahr wiederholt.
Jeweils mittwochs am 25. Februar, sowie am 4., 11. und 18. März beginnen die Vorstellungen um 17.15 Uhr in der Kulturschmiede. Es geht um eine Beschreibung des Ist-Zustandes der Welt, um eine Analyse der Entwicklung sowie um die Vermittlung von Wissen, das notwendig ist, zum Umdenken und Handeln zu veranlassen. Der Eintritt ist frei.
Eine richtig tolle Aktion, für die der Verein über die Spendenplattform der Sparkasse 5000 Euro an Spenden eingeworben hat, wurde schon 2023 auf die Bahn gebracht: Die Pflanzenverteilaktion war ebenfalls ein Renner, der sich schließlich zu einer Pflanzenbörse weiterentwickelt hat, die auch in diesem Jahr wieder stattfinden wird. Ebenfalls im Kontext von Nachhaltigkeit und dem Schutz von Ressourcen wurde in der Vergangenheit ein Flohmarkt organisiert, den es auch 2026 wieder im Ortskern und bei Privatleuten geben wird. Eine andere beliebte Nachbarschaftsaktion ist die Teilnahme am „Restaurant Day“. Zu dieser weltweiten kulinarischen Aktion öffnen Privatpersonen für einen Tag ihre Küchen, Wohnungen, Gärten und kochen für Nachbarn und Gäste.
„Mittlerweile haben wir im Verein eine etwas verändert Struktur entwickelt. Es gibt verschiedene Arbeitskreise, die alle relativ autonom arbeiten“, schildert Axel Dreyer. „Die Angebote und Konzepte sind so umfangreich geworden, dass es sinnvoll ist, die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen.“
Zum Mitmachen eingeladen sei jeder, und niemand müsse Sorge haben, nach mehrmaligem Schnuppern einen Aufnahmeantrag vor die Nase gehalten zu bekommen, skizziert der Klimabotschafter die Möglichkeiten, sich auch abseits von Vereinsstrukturen einzubringen. Aktuell gibt es Arbeitsgruppen zu Themen wie „Bewusstseinsbildung und Information“ zum Thema Photovoltaik-Anlagen, „NIP“ heißt ein Arbeitskreis, der sich mit dem Thema Natur, Insekten und Pflanzen beschäftigt. „Energiekonzept für Cronenberg“ ist ein weiterer Arbeitskreis, in dem auch die Stadt Wuppertal, Vertreter der Industrie und der Verein gemeinsam am Tisch sitzen. Mit dem Thema „Ernährung“ beschäftigt sich eine weitere Arbeitsgruppe, es gibt inzwischen ein Reparatur-Café mit PC- und Fahrradwerkstatt, ein anderer Arbeitskreis hat sich die Abfallvermeidung und ein ressourcenschonendes Konsumverhalten auf den Fahnen geschrieben.