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Der Streik der Gewerkschaft Verdi wird Münchens ÖPNV hart treffen. Die MVG hat eine neue Prognose zu den Einschränkungen gegeben. Sie werden massiv.
München – Der öffentliche Nahverkehr in München wird demnächst nahezu komplett zum Erliegen kommen. Die Gewerkschaft Verdi wird die Beschäftigten im Nahverkehr in der Stadt und ganz Bayern wohl bald zu Warnstreiks aufrufen. Der genaue Zeitpunkt ist zwar noch nicht bekannt. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat nun aber eine heftige Prognose gegeben, wie sich der Streik auswirken dürfte. So viel vorab: Die Einschränkungen werden massiv.
Auch 2023 wurde die MVG bestreikt. Es kam zu massiven Einschränkungen im ÖPNV. Nun steht ein weiterer Streik der Gewerkschaft Verdi im Nahverkehr bevor. (Archivfoto) © IMAGO / Wolfgang Maria WeberErhebliche Auswirkungen auf Münchens ÖPNV durch Verdi-Streik: Zunächst kein U-Bahn-Betrieb
Betroffen seien im Falle eines Streiks U-Bahn, Tram und Bus bis zur Liniennummer 199, wie die MVG auf ihrer Website erklärt. Die geringsten Auswirkungen wird es demnach bei den Buslinien geben. Ein stark eingeschränkter Betrieb sei möglich, weil die privaten Busunternehmen, die für die MVG fahren, nicht bestreikt würden. „Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Busse unregelmäßig fahren und nur ein Teil der Linien bedient werden kann.“
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Deutlicher kann sich die Arbeitsniederlegung auf den U-Bahn-Betrieb auswirken. Der bleibt demnach sogar aus Sicherheitsgründen zunächst außer Betrieb. Ob die U-Bahn überhaupt fahren könne, „ist davon abhängig, ob genug Personal in der Leitstelle zur Verfügung steht“, erklärte die MVG. Es brauche zunächst genug Fahrpersonal, um zumindest eine Linie in Betrieb nehmen zu können.
Tram-Betrieb abhängig von Personalverfügbarkeit – MVG verschärft Prognose für München
Auch bei der Tram hänge das Angebot vom verfügbaren Personal ab. „Falls Fahrzeuge besetzt werden können, werden diese zunächst auf der am stärksten nachgefragten Linie 20 in der Dachauer Straße eingesetzt“, erklärt die Verkehrsgesellschaft.
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Damit verschärft die MVG die Prognose, die sie unserer Redaktion Anfang der Woche gegeben hatte, deutlich. Bei den U-Bahn-Linien 3 und 6 hätte den Angaben eines Sprechers zufolge ein Zehn-Minuten-Takt gewährleistet werden sollen. Wichtig seien zudem die Trams 20 und 25, sie hätten alle 20 Minuten pendeln sollen.
Zeitraum für Verdi-Streik im ÖPNV noch unklar – S-Bahnen in München fahren regulär
Wann genau der öffentliche Nahverkehr in München bestreikt wird, steht indes noch nicht fest. Wie Verdi zuletzt gegenüber unserer Redaktion erklärte, gebe es „noch keinen Streik-Termin für den Nahverkehr“. Man werde allerdings „rechtzeitig“ informieren, sobald es Daten gebe.
In München wird man sich noch an die Streiks vor knapp drei Jahren erinnern. 2023 war der öffentliche Nahverkehr im März zwischenzeitlich beinahe vollständig ausgefallen. Dieses Mal gibt es aber eine kleine Positiv-Nachricht: Zumindest S-Bahnen und Regionalbusse sollen im Streikfall fahren. Sie werden den Angaben zufolge „nicht bestreikt“. (Quelle: MVG) (bes)