Die Dunkelheit sensibilisiert die Sinne, während das Sehen Pause hat. Diese Erfahrung können Hamburgerinnen und Hamburger jederzeit bei Dialog im Dunkeln machen – am 16. März aber auch während eines ganz besonderen kulturellen Erlebnisses. Denn an diesem Abend verwandelt sich in Kooperation mit dem Dialoghaus Hamburg die Laeiszhalle in einen musikalischen, dunklen Ort intensiver Wahrnehmung.
Auf der Bühne stehen unter anderem Miss Allie, Enno Bunger, Anna Depenbusch, Lotto King Karl & der eine Richtige, Sebastian Krumbiegel und Rolf Zuckowski. Außerdem sind Überraschungsgäste angekündigt. Alle Künstlerinnen und Künstler treten ohne Bezahlung auf.
Das Konzept orientiert sich am international bekannten Format „Dialog im Dunkeln“: Die Laeiszhalle wird nicht vollkommen schwarz, aber deutlich dunkler als bei klassischen Konzerten. Dadurch spielt das Sehen kaum eine Rolle – stattdessen geht es ums Zuhören. Für das Publikum ist das ein anderes Konzerterlebnis als sonst, für die Musiker bedeutet es gesteigerte Konzentration, Vertrauen und Offenheit.
Diese Mischung ist ein echter kultureller Lichtblick für Hamburg. Dass sich die Künstlerinnen und Künstler auf dieses Experiment einlassen und im Dunkeln spielen, verdient großen Respekt.
Lars Meier, Vorsitzender des veranstaltenden Vereins MenschHamburg
Dialoghaus Hamburg stärken: Begegnung, Perspektivwechsel und Kultur
Auch das Dialoghaus Hamburg sieht in dem Konzert mehr als nur ein musikalisches Ereignis. „Begegnung schafft Verbindung – genau darum geht es bei Hamburg Musik im Dunkeln“, sagt Svenja Weber, Geschäftsführerin des Dialoghauses. Seit über 25 Jahren setzt sich das Dialoghaus für perspektivischen Wechsel, Verständnis und das Zusammenkommen von Menschen ein.
Ziel des Abends ist es, durch den Ticketverkauf möglichst viele Spenden zu sammeln und damit eine der prägendsten sozialen und kulturellen Institutionen der Stadt, das Dialoghaus, nachhaltig zu stärken. Ein Konzert, das zeigt, was passiert, wenn Hamburg gemeinsam hinhört.
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