15:25 UhrDeutsche Delegation in der Türkei festgesetzt

In der Türkei sind nach Angaben der Partei Die Linke 16 Aktivisten und Journalisten aus Deutschland festgesetzt worden, die auf die humanitäre Notlage der Kurden in Nord- und Ostsyrien aufmerksam machen wollten. Dem Auswärtigen Amt seien Berichte über mögliche Festnahmen bekannt, heißt es dazu auf Anfrage.

Nach Angaben der Linkspartei gehören die Betroffenen zu einer zivilgesellschaftlichen Delegation, die in kurdische Regionen im Südosten der Türkei gereist war. Ziel sei es, Proteste gegen die eskalierende Gewalt in Syrien zu begleiten, auf die humanitäre Lage in Nord- und Ostsyrien aufmerksam zu machen und mögliche Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren. Unter den Festgesetzten seien demnach auch Vertreter der Linksjugend Solid und ein Mitglied der niedersächsischen Linken.

Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Ankara und des Generalkonsulats in Istanbul seien „bemüht, den Sachverhalt schnellstmöglich aufzuklären“ und zu prüfen, ob und wie viele Deutsche betroffen seien. Von türkischer Seite liegt bisher keine Stellungnahme vor; das Innenministerium beantwortet entsprechende Anfragen nicht.

14:59 UhrVersuchter Totschlag – Männer sitzen nach Schüssen auf SEK in U-Haft

Nach den Schüssen auf ein Polizei-Spezialeinsatzkommando (SEK) während einer Verfolgungsfahrt sitzen zwei Verdächtige in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Ansbach habe Haftbefehle gegen die beiden Männer erlassen, teilte die Polizei mit. Dem 24-jährigen Beifahrer und mutmaßlichen Schützen werde versuchter Totschlag vorgeworfen, dem 23-jährigen Fahrer Beihilfe zum versuchten Totschlag.

Das Spezialeinsatzkommando (SEK) wollte nach Polizeiangaben am Dienstagabend in Absberg im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen drei Männer in einer Wohnung festnehmen. Es gab demnach Hinweise darauf, dass sie illegal Waffen besitzen. Einen 30-Jährigen konnten sie vorläufig festnehmen, die 23- und 24-Jährigen rasten mit einem Auto davon. Das SEK verfolgte die beiden Verdächtigen über eine Strecke von rund 20 Kilometern, bis deren Wagen mit einem anderen Auto zusammenstieß. Der Beifahrer schoss nach ersten Erkenntnissen drei- bis fünfmal aus dem Auto mit niederländischer Zulassung. Mindestens ein Schuss traf ein Polizeifahrzeug.

14:30 UhrBericht: Trump berät mit Israel und Saudi-Arabien über Iran-Angriff

Die US-Regierung empfängt einem Medienbericht zufolge noch diese Woche hochrangige Vertreter aus Israel und Saudi-Arabien zu Gesprächen über den Iran. US-Präsident Donald Trump erwäge nach wie vor einen militärischen Einsatz gegen die Führung in Teheran, berichtete das Portal Axios unter Berufung auf Insider. Israelische Regierungsvertreter würden daher nach Washington reisen, um Geheimdienstinformationen über mögliche Ziele im Iran auszutauschen. Die saudi-arabischen Vertreter hingegen dringen demnach aber auf eine diplomatische Lösung, um einen größeren regionalen Krieg abzuwenden.

Die Ungewissheit über einen möglichen Militärschlag hält an, seit Trump in der vergangenen Woche erklärt hatte, eine „Armada“ sei auf dem Weg in Richtung Iran. Er hoffe jedoch, diese nicht einsetzen zu müssen. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hatte dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian der amtlichen Nachrichtenagentur SPA zufolge in dieser Woche versichert, die Führung in Riad werde ihren Luftraum oder ihr Territorium nicht für Militäraktionen gegen die Islamische Republik zur Verfügung stellen.

14:22 UhrSchichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

Alexander Schultze entschwindet in den wohlverdienten Feierabend. Den „Tag“ auf ntv.de übernehme nun ich, mein Name ist Max Patzig. Für Sie schaue ich auf die wichtigsten und unterhaltsamsten Nachrichten dieses Donnerstags. Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Hinweise haben, erreichen Sie mich am besten per E-Mail: max.patzig@ntv.de.

Ich wünsche einen schönen Nachmittag!

13:59 UhrFixierter Patient verbrennt in Klinik – Arzt bestreitet Verantwortung

Im Prozess gegen zwei Ärzte und zwei Pflegekräfte, in deren Obhut ein fixierter Patient im Krankenhaus verbrannte, hat einer der Ärzte zum Verhandlungsauftakt jegliche Verantwortung von sich gewiesen. Er habe die Fixierung nicht angeordnet und davon auch keine Kenntnis gehabt, ließ er über seinen Verteidiger vor dem Landgericht Karlsruhe mitteilen. Ihm wird Freiheitsberaubung mit Todesfolge vorgeworfen, die anderen drei Angeklagten stehen wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht.

Der 58 Jahre alte Patient war in einer Pforzheimer Klinik im Mai 2023 mit Gurten auf einer Liege gefesselt verbrannt. Er hatte versucht, die Gurte mit einem Feuerzeug zu lösen, das er dabei hatte. Matratze und Kleidung fingen Feuer, der 58-Jährige verbrannte binnen Minuten.

Zuvor war er nach einem Sturz mit einer Platzwunde in die Notaufnahme des Krankenhauses eingeliefert worden. Da er betrunken war und sich aggressiv verhielt, war er fixiert worden. Das ist über einen längeren Zeitraum hinweg nur mit richterlicher Genehmigung erlaubt.

13:17 UhrMerz kontert Trumps Verachtung deutscher Soldaten in Afghanistan

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Aussagen von US-Präsident Donald Trump, dass die USA die Nato-Truppen in Afghanistan nie gebraucht hätten, scharf kritisiert. „Wir lassen nicht zu, dass dieser Einsatz, den wir auch im Interesse unseres Bündnispartners Vereinigte Staaten von Amerika geleistet haben – wir lassen es nicht zu, dass dieser heute verächtlich gemacht wird und herabgewürdigt wird“, sagte Merz bei einer Regierungserklärung im Bundestag.

Gewachsene Bündnisse sollten nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden, so Merz. „Das transatlantische Bündnis, das transatlantische Vertrauen ist auch heute noch ein Wert an sich – für uns in Deutschland übrigens in ganz besonderer Weise.“ Das habe man auch nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 mit der Beteiligung an der Nato-Mission „Enduring Freedom“ gelebt. Auch Deutschland habe Afghanistan „für viele Jahre mehr Stabilität und Sicherheit“ verschafft, sagte er. Merz wies auf die 59 Bundeswehrsoldaten hin, die während des Einsatzes in Afghanistan ihr Leben verloren hatten, sowie auf weit über 100, die zum Teil schwer verletzt wurden.

12:48 Uhr“For sure“ – die Welt tanzt zur Macron-Rede

Dass eine präsidiale Wirtschaftsgipfel-Rede im Club abgefeiert wird, kommt nicht aller Tage vor. Doch Emmanuel Macrons Ansprache in Davos geht derzeit als poppiger Song viral. Mit Pilotenbrille und unterlegten Beats mausert sich seine Rede in den sozialen Medien zum Pop-Phänomen – for sure.

12:21 UhrInnerdeutscher Flugverkehr liegt weiterhin am Boden

Der innerdeutsche Flugverkehr hat sich auch im Jahr 2025 nicht vom Corona-Schock erholt. Auf innerdeutschen Flügen waren an den größeren Flughäfen 11,9 Millionen Passagiere unterwegs, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das waren 0,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, aber immer noch fast die Hälfte weniger (minus 48,3 Prozent) als im Jahr 2019 vor der Corona-Pandemie. Im Flugverkehr mit dem Ausland lag die Passagierzahl nach einem erneuten Anstieg nur noch 4,1 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. 195,3 Millionen bedeuten eine Steigerung um 4,1 Prozent vom Vorjahr.

Innerdeutsche Flüge stehen wegen des hohen Kerosinverbrauchs auf kurzen Strecken in der Kritik. Nach dem pandemiebedingten Einbruch im Jahr 2020 haben die Fluggesellschaften viele Verbindungen vor allem abseits der Drehkreuze Frankfurt und München eingestellt. Unternehmen und Verbände klagen über hohe Kostenbelastungen durch staatlich verursachte Gebühren und Steuern. Gerade Geschäftskunden sind auf Bahn und Auto ausgewichen oder nutzen Online-Konferenzen.

12:00 UhrDie Schlagzeilen zur Mittagspause

11:53 UhrDeutscher Autoverkehr ist Winterwetter nicht gewachsen 

Das anhaltende Winterwetter legt den deutschen Straßenverkehr lahm. Immer wieder kommt es zu Unfällen, besonders bei LKWs. Die Witterung stellt auch Rettungsdienste und Abschleppdienste vor Herausforderungen. Diese empfehlen: Am besten gar nicht fahren, wenn es nicht sein muss.

11:49 UhrEU verhängt neue Iran-Sanktionen

Die Außenminister der EU-Staaten beschließen neue Iran-Sanktionen. Mit den Strafmaßnahmen wird laut EU-Beamten auf die brutale Niederschlagung regierungskritischer Proteste und die fortgesetzte iranische Unterstützung für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine reagiert.

Mehr dazu in Kürze lesen Sie hier.

11:23 UhrMysteriöser Fall in Italien: Drei tote Jäger in Wald gefunden

Auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien gibt der gewaltsame Tod von drei Jägern in einem abgelegenen Wald Rätsel auf. Die Leichen der Männer im Alter von 26, 44 und 82 Jahren wurden an der Nordküste der Insel in der Nähe von Messina erschossen aufgefunden, wie die Polizei mitteilte. Neben ihnen lagen ihre Gewehre. Die Männer waren in dem bergigen Gelände offensichtlich auf der Jagd nach seltenen Wildschweinen.

Die Hintergründe liegen bislang völlig im Dunkeln. Nach italienischen Medienberichten wurden die Leichen nahe der kleinen Gemeinde Montagnareale von einem Bekannten des ältesten Jägers entdeckt, der sich Sorgen gemacht hatte, weil der 82-Jährige nicht mehr zurückkam. In den Zeitungen war von einer regelrechten „Hinrichtung“ die Rede.

10:48 UhrDeutsche Bevölkerung schrumpft wieder

Die Einwohnerzahl in Deutschland ist im vergangenen Jahr als Folge deutlich zurückgehender Zuwanderungszahlen um etwa 100.000 Menschen gesunken. Damit lebten zum Jahresende rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Es war der erste Bevölkerungsrückgang seit dem Jahr 2020, dem ersten Jahr der Corona-Pandemie. Zwischen 2011 und 2024 war die Bevölkerung mit Ausnahme des Jahres 2020 als Folge von Einwanderung gewachsen. Grund für den Rückgang ist eine schrumpfende Nettozuwanderung, so die Statistiker.

Für 2025 sei davon auszugehen, dass etwa 220.000 bis 260.000 Menschen mehr eingewandert als ausgewandert sind – das seien mindestens 40 Prozent weniger als im Jahr 2024, als 430.000 Menschen mehr eingewandert sind als weggezogen. Damit konnte das Einwanderungsplus vergangenes Jahr nicht mehr das Geburtendefizit ausgleichen. Die Zahl der Gestorbenen lag wie in allen Jahren seit der deutschen Vereinigung 1990 auch im vergangenen Jahr höher als die Zahl der Geburten. Gestorben seien gut eine Million Menschen, so die Statistiker. Geboren wurden zwischen 640.000 und 660.000.

10:23 UhrEx-Trump-Anhängerin schützt Kinder vor ICE

Die Aggression der ICE-Agenten in Minneapolis macht auch vor Familien keinen Halt. Viele Eltern werden inhaftiert, die Kinder müssen fliehen und fürchten selbst festgenommen zu werden. Freiwillige organisieren Hilfsgüter und Schutzunterkünfte, um migrantische Kinder zu unterstützen.

09:41 UhrÜberfüllung und Selfie-Wahn: Rom nimmt Eintritt am Trevi-Brunnen

Er ist ein Klassiker eines jeden Besuchs in Rom: der Trevi-Brunnen im historischen Zentrum der italienischen Hauptstadt. Doch der bisher kostenlose Zugang zu dem wohl berühmtesten Brunnen der Welt wird künftig etwas kosten. Zwei Euro müssen Touristen ab 2. Februar zahlen, um einen der wichtigsten Touristenmagneten der Ewigen Stadt ganz nah betrachten zu können. Rom will damit die Besucherströme besser kanalisieren.

Der Gedanke hinter dem Eintrittsgeld ist es, der Masse an Touristen Herr zu werden, die täglich zum Brunnen pilgern. Denn Rom – wie auch Venedig und Florenz – verzeichnet zwar immer neue Besucherrekorde, damit gehen aber auch Probleme einher. Dort sowie an vielen anderen Orten in Italien prägen inzwischen völlig überfüllte Attraktionen und verstopfte Straßen das Bild. Die „Fontana di Trevi“ ist als eine der Hauptattraktionen der italienischen Hauptstadt eine davon. Täglich besuchen Tausende den Brunnen für Fotos oder den traditionellen Münzwurf ins Wasser. Oftmals wirkte das Gedränge am überfüllten Wasserbecken nur noch wie der Kampf ums beste Selfie. Dies soll mit dem Eintrittsgeld eingedämmt werden.

09:12 Uhr“Let’s Dance“-Moderatorin Victoria Swarovski moderiert ESC in Wien

Victoria Swarovski und Michael Ostrowski werden den diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) in Österreich im Mai moderieren. Das teilte der Veranstalter mit, der öffentlich-rechtliche TV-Sender ORF. Die Fernsehmoderatorin Swarovski ist in Deutschland unter anderem für ihre Moderation der RTL-Tanz-Show „Let’s Dance“ bekannt. Michael Ostrowski ist Schauspieler, unter anderem im Film „Der Onkel“. Es handelt sich um insgesamt neun Liveshows – das Finale am 16. Mai, zwei Halbfinal-Events am 12. und 14. Mai sowie zu jedem Termin zwei Pre-Shows, die als Probedurchlauf und zur Jury-Bewertung dienen.

„Unfassbar“ freut sich Swarovski über die Aufgabe. „Als die Anfrage kam, musste ich im ersten Moment zweimal hinschauen. Aber mir war klar, dass ich sofort zusagen muss und mich dieser Herausforderung stellen will„, wird die 32-Jährige in der Pressemitteilung zitiert. Ostrowski freut sich seinen Worten zufolge auf die Partnerschaft auf der Bühne: „Victoria ist eine tolle Partnerin, und ich bin überzeugt davon, dass wir das gemeinsam super schaukeln werden.“

08:55 UhrDie Schlagzeilen am Morgen

08:47 UhrMann versucht mit Auto in jüdisches Zentrum zu rasen – Festnahme

Ein Mann hat in New York eine Autoattacke gegen eine jüdische Einrichtung verübt. Er habe mit seinem Fahrzeug am Mittwoch mehrfach den Hintereingang des Hauptsitzes der orthodoxen Gemeinschaft Chabad Lubawitsch in Brooklyn gerammt, teilte die Polizei mit. Videoaufnahmen zeigen, wie das Auto gegen die Tür rast, zurücksetzt und dann erneut in sie hinein fährt. Der Fahrer des Autos sei festgenommen worden, sagte die New Yorker Polizeipräsidentin Jessica Tisch. Es seien Ermittlungen wegen eines möglichen Hassverbrechens eingeleitet worden. Verletzte gab es bei dem Vorfall nicht.

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani bezeichnete den Vorfall als „zutiefst beunruhigend“. Jegliche Bedrohung einer jüdischen Einrichtung müsse ernst genommen werden. „Antisemitismus hat in unserer Stadt keinen Platz, und Gewalt oder Einschüchterung gegen jüdische New Yorker sind inakzeptabel“, schrieb Mamdani auf X.

08:15 UhrWinterwetter reißt Schlaglöcher in Hamburgs Straßen

Deutschland steckt vielerorts im Dauerfrost. In Hamburgs reißt der Winter die maroden Straßen auf, Sanierer stopfen im Akkord. Doch Geld fehlt, Autofahrer sind genervt. – Jetzt soll KI helfen, die schlimmsten Schlaglöcher schneller zu finden.

07:45 UhrRichter pfeift ICE-Agenten zurück: keine Festnahme anerkannter Flüchtlinge

Ein US-Bundesrichter in Minnesota untersagt Einsatzkräften des Bundes bei ihrem verschärften Vorgehen gegen Migranten vorerst, bereits anerkannte Flüchtlinge festzunehmen. Diejenigen, die bereits in Haft seien, müssten sofort freigelassen werden, erklärte Richter John Tunheim in einer einstweiligen Verfügung. „Flüchtlinge haben ein Recht, in den Vereinigten Staaten zu sein, ein Recht, zu arbeiten, ein Recht, friedlich zu leben – und insbesondere ein Recht, nicht dem Terror ausgesetzt zu sein, in ihrem Zuhause oder auf dem Weg zu Gottesdiensten oder zum Supermarkt ohne Haftbefehle oder spezifische Gründe festgehalten oder festgenommen zu werden“, erklärte der Richter.

Die Betroffenen seien vor ihrer Anerkennung als Flüchtlinge in den USA bereits „sorgfältig und gründlich“ überprüft worden. Falls Flüchtlinge bereits aus Minnesota abgeschoben worden seien, müssten sie binnen fünf Tagen zurückgebracht werden, verfügte der Richter. Zur Beurteilung des Falls in der Sache wurde eine Anhörung für den 19. Februar angesetzt.

07:00 UhrEisregen, Außenpolitik und Deutsche-Bank-Zahlen: Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie sind trockenen Fußes und ohne Rutschpartie in den Tag gestartet. Das Wetter wird diesen weiterhin spürbar beeinflussen. Wie bereits geschrieben, erwartet uns weiterhin Frost, Schnee und – durch gefrierenden Regen – enorme Glätte. Passen Sie also auf sich auf!

Abseits des Wetters gibt es heute eine ganze Reihe spannender Themen. Um 9 Uhr wird Bundeskanzler Friedrich Merz sich in einer Regierungserklärung zur Außenpolitik äußern. Besonderer Fokus wird – aufgrund der politischen Kapriolen der US-Regierung – das Verhältnis zu den USA sein. Um 14.30 Uhr wird es zudem eine Aktuelle Stunde zum Mercosur-Abkommen geben. Das war zuletzt im Europaparlament zunächst gescheitert und muss nun erneut geprüft werden.

Ab 10.30 Uhr findet in Brüssel ein Treffen der EU-Außenminister statt. Neben den Nachwehen der US-Begehrlichkeiten zu Grönland soll es dabei um die Situation im Iran gehen. Das dortige Regime ließ Proteste aufgrund der katastrophalen wirtschaftlichen Lage mit brutaler Gewalt niederschlagen. Tausende Tote werden befürchtet. Die EU-Außenminister wollen daher Sanktionen beschließen. Mit Fokus auf die EU selbst soll es zudem um die Bekämpfung von Schlepperbanden gehen.

Den gesamten Donnerstag über findet der „Streiktag Bildung“ der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft statt. In Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig, Dresden und vielen anderen Städten finden große Kundgebungen statt.

In der Wirtschaft legen heute mehrere Schwergewichte Zahlen vor. Zum einen die Deutsche Bank. Da wird es einen besonderen Blick drauf geben, nachdem es gestern eine Razzia wegen Geldwäsche-Verdachts gab. Ebenso wie SAP legt das Geldhaus Jahreszahlen vor. Der US-Techriese Apple wird zudem heute Quartalszahlen präsentieren.

Am Abend müssen die Fußball-Bundesligisten SC Freiburg (bei OSC Lille) und der VfB Stuttgart (gegen Young Boys Bern) in der Europa League ran.

Das war es für den Moment mit geplanten Themen. Diese und alles Unerwartete werden Sie bei uns auf der Seite finden. Im Tag begleite ich Sie bis 14 Uhr. Mein Name ist Alexander Schultze. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht’s!

06:31 UhrNetflix kündigt Doku-Soap mit Jana Ina und Giovanni Zarella an

Fast 20 Jahre nach ihrer Doku-Soap „Jana Ina & Giovanni“ wollen die Zarrellas künftig wieder Einblicke in ihr Leben geben – und das bei Netflix. Beim „What next?“-Event des Streamingdiensts in Berlin ließen die Zarrellas am Mittwochabend die Katze aus dem Sack: Sie bekommen ihre eigene Doku-Serie. Damit treten Jana Ina und Giovanni direkt in die Fußstapfen der Kaulitz-Brüder und sollen 2026 das nächste Reality-Zugpferd für Netflix werden.

Wie „DWDL.de“ berichtet, verspricht das Format einen ungeschönten Blick hinter die Kulissen: Zwischen dem Glanz der großen TV-Bühnen und dem ganz normalen Wahnsinn einer deutsch-italienisch-brasilianischen Familie. Netflix setzt hier voll auf den Kontrast zwischen rotem Teppich und Alltagsstress. Ein Starttermin ist demnach noch nicht fix, aber der Vorgeschmack, den das Paar in Berlin lieferte, macht klar: Es wird emotional, laut und wahrscheinlich sehr familiär.

06:00 UhrDeutschland droht gefrierender Sprühregen

Autofahrer und Fußgänger sollten sich am Donnerstag in Teilen Deutschlands wieder auf rutschige Straßen einstellen. Bis in den späten Vormittag warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) fast im gesamten Land vor Glätte – im Süden vor allem vor leichtem Schneefall. Bereits für die Nacht zum Donnerstag hatte der Wetterdienst verbreitete Glätte durch Neuschnee vorhergesagt. Tagsüber und in der Nacht auf Freitag sei dazu Glätte durch „gefrierenden Sprühregen und überfrorene Nässe“ möglich.

Am Tag weitet sich heute der Schneefall laut DWD in einem Streifen vom Emsland über den zentralen Mittelgebirgsraum bis in den Süden aus. Dabei geht die Schneefallgrenze im Südwesten und Westen, die anfangs noch bei rund 600 Metern liegt, rasch auf 400 bis 200 Meter zurück. Südwestlich einer gedachten Linie vom Emsland bis zum Vogtland fallen bis Donnerstagabend Neuschneemengen von ein bis fünf, stellenweise bis zehn Zentimeter, wie es im Warnlagebericht des DWD hieß. Vor allem vom Schwarzwald über die Schwäbische Alb bis zum Allgäu seien teils auch bis 15 Zentimeter möglich. Den Meteorologen zufolge lässt der Schneefall ab Donnerstagabend dann von Süden und Westen langsam nach.

05:50 UhrDie Schlagzeilen aus der Nacht