Testverfahren

In Supermärkten, Discountern, Drogerien und Bioläden kauften wir insgesamt 20 Speisesalze mit Jodzusatz ein, darunter zwei zertifizierte Bio-Produkte. Sofern vorhanden wählten wir auch solche mit zugesetztem Fluorid. Der besseren Vergleichbarkeit halber einheitlich umgerechnet, zahlten wir für 500 Gramm zwischen 29 Cent und 19,45 Euro.

Im Labor ließen wir alle Salze auf bestimmte per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS), Blei und Arsen untersuchen. Darüber hinaus bestimmte das Labor in sämtlichen Produkten den Jodgehalt, den wir bei vollständiger Nährwertdeklaration mit den angegebenen Werten abglichen. Genauso gingen wir bei den fluoridierten Salzen hinsichtlich des Fluorids vor. 

Per Deklaration erfassten wir Rieselhilfen, in diesem Fall Natriumferrocyanid (E 535), und ob im Rahmen der Nährwertdeklaration Informationen über die eingesetzten Jod- und Fluoridgehalte zu finden sind. Wir überprüften zudem, ob die auf den Produkten ausgelobten Health-Claims den Vorgaben des EU Health Claims Registers entsprechen, ob ausreichende Erläuterungen oder weiterführende Informationen für etwaige Umweltauslobungen vorhanden sind und der angegebene Nutri-Score korrekt berechnet ist.

Bewertungslegende

Soweit nicht abweichend angegeben, handelt es sich bei den hier genannten Abwertungsgrenzen nicht um gesetzliche Grenzwerte, sondern um solche, die von ÖKO-TEST festgesetzt wurden. Die Abwertungsgrenzen wurden von ÖKO-TEST eingedenk der sich aus spezifischen Untersuchungen ergebenden Messunsicherheiten und methodenimmanenter Varianzen festgelegt, zugrunde gelegt werden die gemessenen Gehalte. Steht bei konkret benannten Analyseergebnissen „nein“, bedeutet das „unterhalb der Bestimmungsgrenze“ der jeweiligen Testmethode. Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI) ist ein Schätzwert, wie viel von einem Stoff lebenslang pro Tag ohne gesundheitliche Folgen aufgenommen werden kann.

Testergebnis Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um zwei Noten: ein gemessener Gehalt an Gesamtarsen von mehr als 0,25 mg/kg bis 0,50 mg/kg, der den EU-Höchstgehalts für Salz von 0,50 mg/kg zu mehr als 50 bis 100 Prozent ausschöpft (in Tabelle: „Arsen erhöht“). Zur Abwertung um eine Note führt: der Zusatz der Rieselhilfe Natriumferrocyanid (E 535).

Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) keine Angabe des Jodgehalts. Diese Angabe ist rechtlich nicht verpflichtend, kann dem Verbraucher jedoch eine wertgebende Information zum Produkt geben; b) Umweltauslobung ohne ausreichende Information oder konkrete Fundstelle auf dem Produkt.

Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um zwei Noten. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „gut“ ist, verschlechtert das Gesamturteil nicht.

Testmethoden

Fluorid: mittels Ionensensitiver Elektrode (ISE) (Bestimmung im homogenisierten Probenmaterial aus drei Packungen).    

Jod: nach ASU L 00.00-93:2008-12 (Bestimmung im homogenisierten Probenmaterial aus drei Packungen).

Arsen, Blei: Aufschluss nach DIN EN 13805:2014-12. Messung mit ICP-MS nach DIN EN 15763:2010-04 (Bestimmung im homogenisierten Probenmaterial aus drei Packungen).      

PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen): PFOS, PFOA, PFNA, PFHxS mittels LC-MS/MS (Bestimmung im homogenisierten Probenmaterial aus drei Packungen).

Einkauf der Testprodukte: November – Dezember 2025.

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