US-Präsident Trump will die Insel in der Arktis besitzen, um seine Interessen durchzusetzen. Wie geht es der grönländischen Bevölkerung in dieser Lage?
Grönland ist zum Spielball geopolitischen Machtgezerres geworden. Auch wenn US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos ein wenig den Druck herausnahm. Eine gewaltsame Übernahme soll wohl seitens der USA nicht passieren, sagte er dort. Aber Trumps Annexionsfantasien sind noch lange nicht vom Tisch.
Die EU hat weitere Investitionen für Grönland angekündigt. Geld soll es für Infrastruktur, Digitalisierung und den Umgang mit kritischen Rohstoffen geben. Dazu wird die Sicherheitsstrategie für die Arktis ausgebaut. Grönland ist die größte Insel der Erde und autonomes Gebiet des Königreichs Dänemark. Geopolitisch ist die Insel in der Arktis interessant für die USA, für Europa, aber auch für Russland. Hunderte Journalist:innen aus aller Welt warten auf die nächste Phase im Konflikt Grönland-USA-Europa. Offenbar wurde vor Ort auch das Kontingent an Soldat:innen aufgestockt.
Rund 80 Prozent der des Landes sind mit Eis bedeckt, ein hohes Vorkommen an Rohstoffen liegt darunter verborgen. Und gerade mal rund 56.000 Menschen leben in Grönland. US-Präsident Trump will die Insel „haben“, aus geopolitischen Gründen, aus wirtschaftlichen Interessen heraus – und vor allem wohl auch um US-amerikanisches Territorium zu erweitern.
Wie geht die grönländische Bevölkerung mit Trumps Eskapaden um? Wie lebt es sich, wenn ganz plötzlich ihre Insel in die Schlagzeilen katapultiert wird? Wie ist die Stimmung vor Ort?
Darüber spricht Tanja Tricarico, Leitung des Politik-Teams der wochentaz, mit taz-Auslandsredakteur Leon Holly, der derzeit in Grönlands Hauptstadt Nuuk recherchiert.
Diese Folge wurde aufgezeichnet am 28. Januar 2026 um 11.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
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