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Berlin – Schlechte Nachrichten für Bahnreisende im Westen Berlins. Ab Anfang Februar halten ICE-Züge der Deutschen Bahn deutlich seltener am Bahnhof Spandau. Wer von dort nach Hannover oder Frankfurt will, muss sich auf längere Wartezeiten einstellen.

Die Bahn teilte mit: „Ab dem 6. Februar werden die ICE-Züge auf der Verbindung Berlin nach Hannover in Spandau nur noch stündlich sowie von Berlin in Richtung Frankfurt nur noch zweistündlich halten.“ Bislang hält zwischen Berlin und Hannover alle 30 Minuten ein Zug am Bahnhof im Berliner Westen.

Überlastung und Langsamfahrstellen

Die Probleme sind hausgemacht: Berlin ist als Verkehrsknotenpunkt dauerhaft überlastet. Dazu kommen derzeit 30 Kilometer Langsamfahrstrecke zwischen Wolfsburg und der Hauptstadt – das sorgt für massive Verspätungen im gesamten Fernverkehr. Mit weniger Halten an der Station will das Unternehmen den Verkehr stabilisieren.

Bis Mitte Juni müssen Fahrgäste im Berliner Westen mit den Einschränkungen leben. Doch auch danach wird es nicht besser. Dann wird die Stadtbahn zwischen Ost und West saniert – die ICE-Verbindungen lassen zentrale Bahnhöfe aus. Der Konzern arbeitet noch am konkreten Fahrplan. Auch für die Generalsanierung der Strecke Berlin-Wolfsburg-Lehrte ab Oktober steht das Konzept noch nicht fest.

Kurze Entlastung im Mai

Immerhin gibt es auch eine positive Nachricht. Ende April soll die Sanierung Hamburg-Berlin fertig sein – dann dürften ab Mai vorübergehend wieder mehr Züge dort stoppen. Allerdings folgen bereits Mitte Juni neue Einschränkungen durch die Stadtbahn-Sanierung.