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Schauspielerin Uschi Glas engagiert sich seit vielen Jahren gegen Antisemitismus – ein Einsatz, der nicht überall auf Zustimmung stößt.
München – Im vergangenen Jahr startete ein Bündnis aus mehr als 200 Persönlichkeiten und Organisationen eine Online-Petition unter dem Motto „Nie wieder heißt jetzt – Fünf-Punkte-Plan gegen Antisemitismus“. Mit der Aktion wollten sie die Politik dazu bewegen, entschiedener gegen Antisemitismus vorzugehen. Auch Uschi Glas (81) unterstützte dieses Vorhaben, denn seit Jahren setzt sie sich gegen Judenfeindlichkeit ein.
Uschi Glas. (Archivfoto) © Peter Kneffel/dpa
Im Interview mit der Abendzeitung sprach sie über die Petition. „Aufgrund unserer Vergangenheit ist es mir ein großes Anliegen, dass es unseren jüdischen Mitbürgern gut geht, dass sie sich sicher fühlen und sicher leben können.“ Ihr Aktivismus wird aber nicht von allen gerne gesehen.
Uschi Glas ist vorsichig geworden: „Würde nicht allein durch den Wald gehen“
Im Interview mit der Zeitschrift Myillu sprach Uschi Glas über ihr Engagement gegen Antisemitismus. Sie erzählte, dass sie „einige“ Morddrohungen erhalten habe. Auf die Frage, ob sie Angst habe, sagte die 81-Jährige: „Angst habe ich nicht. Aber ich würde nicht allein durch den Wald gehen. Ich bin sehr vorsichtig geworden.“
Die TV-Ikone fügte hinzu: „Aber wenn du aus Angst verharrst, gibst du nach. Ich sehe heute diesen Antisemitismus, der leider stark zugenommen hat. Ich sehe, wie sich meine jüdischen Freunde wieder fürchten, sich auf der Straße zu zeigen mit einer Kippa.“ Es sei „furchtbar“.
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Uschi Glas war am Dienstagabend zu Gast bei Sandra Maischberger (58) und äußerte ihre Sorgen über den Zustand der Demokratie. „Es ist beängstigend, dass bei uns die demokratischen Menschen, die die Demokratie wollen, so still sind und nichts sagen, und dass die anderen von links und von rechts die Demokratie bedrängen. Und wenn wir, die stillen Menschen, die denken, es sei gut, dass wir die Demokratie haben, nicht aufstehen, dann sieht es bei uns eng aus.“ Verwendete Quellen: abendzeitung-muenchen.de, Myillu (Ausgabe Nr. 2), ARD („Maischberger“ vom 27. Januar)