Die einzig echte Garantie sei dabei jedoch die US-Absicherung, sagte Rubio. Er wolle nicht „herunterspielen“, dass die Europäer zur Truppenentsendung bereit sind. Aber ohne die Unterstützung der USA sei das „irrelevant“. Dies habe den Grund, dass die Europäer in den vergangenen 20 bis 30 Jahren nicht genug in ihre Verteidigung investiert hätten. „In Europa ist man ohne die Unterstützung der USA nicht in der Lage, echte Sicherheitsgarantien zu geben, was deutlich macht, welche Lücke es noch zu schließen gilt.“

Die Gebietsfragen rund um Donezk im Osten der Ukraine sind nach Worten von Rubio der letzte verbliebene Streitpunkt bei den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Es handele sich um ein „sehr schwieriges“ Thema, sagte er. Bei den Folgegesprächen werde es zwar möglicherweise eine US-Präsenz geben. Die bisherigen Gesandten von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, nähmen aber nicht mehr teil.

Russland und die Ukraine haben einem Fernsehbericht zufolge die Leichen gefallener Soldaten ausgetauscht. Die Ukraine habe die sterblichen Überreste von mehr als 1.000 Soldaten erhalten, berichtet der staatliche russische Sender RT. Im Gegenzug habe die Ukraine 38 getötete russische Soldaten übergeben. Unabhängig überprüfen lässt sich der Bericht nicht. Keine der beiden Kriegsparteien macht konkrete Angaben über die Zahl ihrer verletzten oder getöteten Soldaten.

Die russischen Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau eine weitere Ortschaft im Norden der Ukraine eingenommen. Das Dorf Bila Beresa in der Region Sumy stehe unter russischer Kontrolle. Unabhängig überprüfen lassen sich
solche Berichte über das Kampfgeschehen nicht. Die Region Sumy liegt nordöstlich der Hauptstadt und gleichnamigen Region Kiew an der Grenze zu Russland. Sumy grenzt nicht an den umkämpften Donbass im Osten der Ukraine, der aus den Regionen Luhansk und Donezk besteht. Zwischen Sumy und Luhansk befindet sich die Region Charkiw.

Litauen wird zur Stärkung seiner Verteidigungsfähigkeit zwölf Brückenlegepanzer vom Typ Leguan im Wert von rund 210 Millionen Euro kaufen. Dies sei vertraglich mit dem Hersteller KNDS Deutschland vereinbart worden, teilten das Verteidigungsministerium des baltischen EU- und Nato-Landes in Vilnius und das Unternehmen mit.

Die Brückenbausysteme, die auf Fahrgestelle der Leopard-2-Panzer montiert werden, werden demnach jeweils mit zwei 14-Meter-Brücken und einer 26-Meter-Brücke ausgestattet. Der Vertrag umfasst weiter auch Ersatzteile, Schulungen für Bediener und Mechaniker und Spezialwerkzeuge, hieß es.