Roboter mit Werkzeugwechsler im neuen SMC-Applikationszentrum Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt
Industrielles Anwendungs-Centrum könnte Nukleus für weiteres Engagement der Japaner in Dresden sein
Dresden, 29. Januar 2026. Als erneuten Beleg für die gewachsene Zugkraft des Mikroelektronik-Standortes Sachsen hat Frank Bösenberg vom sächsischen Branchenverband „Silicon Saxony“ die SMC-Ansiedlung in Dresden gewertet. Dass der japanische Pneumatik– und Automatisierungskonzern hier ein „Industrielles Anwendungs-Centrum“ (IAC) einrichte, sei anderseits ein Gewinn für das Halbleiter-Ökosystem im Freistaat. Ähnlich sieht dies auch Geschäftsführer Thomas Horn von der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS): Ein international führender Ausrüster wie SMC komme eben bevorzugt dahin, wo er viele Kunden, Fachkräfte und Zulieferer aus Hightech-Industrien vorfinde, betonte Horn heute während der IAC-Eröffnungsfeier in der Dresdner Neustadt.
„Wir verstehen uns als Ideenschmiede mit Umsetzungsanspruch“
Stefan Voigt, IAC Dresden
Das bestätigt auch Direktor Robert Angel von SMC Deutschland: Für Dresden als Standort habe die akkumulierte Exzellenz und Erfahrung der hiesigen Mikroelektronik-Szene gesprochen. „Wir verstehen uns als Ideenschmiede mit Umsetzungsanspruch“, formuliert Standortleiter Stefan Voigt den Anspruch des jüngsten SMC-Ablegers in Sachsen. Denn im IAC Dresden sollen vor allem Kunden und Partner aus Mikroelektronik, Maschinenbau, Textilindustrie, Druckmaschinenbau und anderen Tech-Branchen Konzepte für die automatische und energiesparsame Fabrik der Zukunft durchspielen können, dafür gemeinsam Muster und Demonstratoren zum Laufen bringen – und im Rahmen von „Silicon Saxony“-Veranstaltungen wichtige Wirtschafts- und Technologietrends diskutieren.
Video (hw): Roboter mit Werkzeugwechsler
im SMC-Zentrum Dresden:
Das IAC selbst sieht sich dabei als eine Art Nukleus: Von Dresden aus koordiniert zunächst eine Handvoll SMC-Mitarbeiter ein Netz aus rund 30 Spezialisten in ganz Mitteldeutschland, die wiederum neue Projekte an Land ziehen und vom Kunden gewünschte Entwicklungsprojekte sammeln. Und wenn man sich die Evolution anderer Standorte der Japaner in Hessen, Tschechien und anderswo in Europa anschaut, könnte sich das IAC Dresden in Zukunft gut und gerne erst zu einem Entwicklungszentrum mit eigenen Forschungskapazitäten, später womöglich auch zur Produktionsstätte weiterentwickeln. In den Aufbau und die Ausstattung des neuen Applikationszentrums hat SMC rund eine Viertelmillion Euro investiert.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: Vor-Ort-Besuch, SMC, Oiger-Archiv, Silicon Saxony, WFS, Wikipedia

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