Über die Parteigrenzen hinweg war vor allem ein Satz am frühen Donnerstagnachmittag im Ratssaal des Duisburger Rathauses zu hören: Das ist ein guter Tag für den Sport.

Das ist dieser 29. Januar 2026 tatsächlich. Auch wenn „in Duisburg immer erst dann etwas gemacht wird, wenn uns das Panzertape ausgeht“, wie es Ratsherr Ozan Aksu von den Grünen salopp formulierte. Auch in Zeiten schwieriger Haushaltslagen ist Duisburg seinen Pflichten nachgekommen, hat mit dem EVD einem der wichtigsten Vereine der Stadt eine Zukunftsperspektive gegeben. Das war über ein halbes Jahrhundert nach dem Bau der bestehenden Eissporthalle auch nötig. Der nun beschlossene Neubau sichert die Existenz des Eissports an der Wedau für die kommenden Jahrzehnte.

Eishockey

Die Argumente lagen freilich alle auf dem Tisch. Die energetische Situation verbessert sich nachhaltig, die Abwärme kann zur Beheizung des benachbarten Schwimmstadions genutzt werden, die zweite nun entstehende Eisbahn wird die Situation für den Eishockey-Nachwuchs des EVD, aber auch die Eiskunstläufer beim DSC Kaiserberg schlagartig verbessern. Der Schulsport kann weiter bestehen bleiben, die zahlreichen Hobbyvereine können ihrem Sport nachkommen, die Halle kann für weitere Veranstaltungen genutzt werden, und ein nachträglicher Ausbau in einer zweiten Bauphase ist möglich, sodass den Füchsen eine Zukunftsperspektive gegeben wird.

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Bemerkenswert: Sehr selten ist zu sehen, dass die Ratsherren und Ratsfrauen aller Parteien so einmütig handeln – und nach der Sitzung ein derart zufriedenes Lächeln im Gesicht tragen. In diesem einen Moment haben Duisburgerinnen und Duisburger in ihre Funktion im Stadtrat eine Entscheidung für Duisburg getroffen, weil sich jeder in diesem Projekt wiederfindet.

Die Eissporthalle Duisburg steht vor ihren letzten Wochen. Ein Neubau soll am Donnerstag beschlossen werden.

Und ganz jenseits des Gedankens, dass es „nur“ ein guter Tag für den Sport in Duisburg sei, ist es auch ein guter Tag für die Politik in Duisburg und die Stadtgesellschaft im allgemeinen. Der Oberbürgermeister konnte das von ihm gegebene Versprechen einhalten. Das ist wichtig für das Vertrauen in die Politik. Und zumindest dieses eine Mal wurde nicht einmal dagegen gestimmt, nur um dem politischen Gegner „eins auszuwischen“.

Ein guter Tag für den Sport in Duisburg? Ja, allemal! Aber noch vielmehr ist der 29. Januar 2026 ein guter Tag für Duisburg und die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt.