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Durch eine Künstliche Intelligenz soll das Sicherheitspersonal am Flughafen entlastet werden. Das System soll in allen Terminals eingesetzt werden.

Frankfurt – Endlich Urlaub. Das heißt ab zum Flughafen, Gepäck abgeben und zuletzt noch durch die Sicherheitskontrolle gehen, damit sich auch jeder Passagier, alle Mitarbeiter und die Flugzeugbesatzung sicher fühlen kann. Ab sofort setzt Fraport in Frankfurt als erster Flughafen in Europa auf das „Automated Prohibited Item Detection System” (APID), wodurch die Sicherheit weiter verbessert werden soll.

Sicherheitskontrolle Frankfurt Flughafen RöntgenEine Künstliche Intelligenz soll künftig gefährliche Gegenstände im Gepäck automatisch erkennen und dadurch das Sicherheitspersonal entlasten. (Symbolbild) © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Wie der Flughafenbetreiber berichtet, soll das System mithilfe von Künstlicher Intelligenz verbotene Gegenstände im Gepäck automatisch erkennen und so das Luftsicherheitskontrollpersonal bei der Auswertung der Röntgenbilder unterstützen. Die finale Entscheidung, wie mit einem solchen Gegenstand dann umgegangen wird, entscheide dennoch das Kontrollpersonal.

EU ermöglicht Testphase in Frankfurt

Mit der Einführung des Systems solle laut Alexander Laukenmann, Geschäftsbereichsleiter Aviation der Fraport AG, ein neuer Standard in der Luftsicherheitskontrolle gesetzt werden. Er betont: „Die vom Bundesinnenministerium mit strategischem Weitblick geschaffenen Rahmenbedingungen für die Zertifizierung bildeten den entscheidenden Grundstein für eine schnelle und reibungslose Umsetzung in erfolgreicher Zusammenarbeit mit der Bundespolizei.“

Die neue APID-Software solle nun ab über 50 CT-Scannern in allen Terminals, auch im neuen Terminal 3, zum Einsatz kommen. Bevor das System jedoch in den Regelbetrieb aufgenommen werden kann, wurde es während einer durch die Europäische Union ermöglichten Probephase in Frankfurt ausführlich getestet. Dabei habe vor allem im Fokus gestanden, wie einsatzfähig das System ist und wie es am besten eingeführt werden kann. Wie Fraport berichtet, sorgte dabei die gute Arbeit zwischen Fraport, dem Bundesinnenministerium und der Bundespolizei zu einer erfolgreichen nationalen Zertifizierung.

Flughafen Frankfurt in Bildern: Das Drehkreuz in die WeltDie Skyline immer im Blick: Der Flughafen Frankfurt liegt rund zwölf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.Fotostrecke ansehenHohe Investitionen in die Sicherheit

„Auf Basis einer gemeinsamen intensiven und mehrmonatigen Erprobung des APID-Systems, konnten durch die Fraport AG und die Bundespolizei wertvolle Ergebnisse aus dem operativen Betrieb gewonnen werden“, betonte Kerstin Kohlmetz, Präsidentin der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main. Diese Ergebnisse seien ein wichtiger Grundstein für die Zertifizierung und Freigabe gewesen.

Laut eigenen Angaben investierte Flughafenbetreiber Fraport seit der Übernahme der Steuerung der Luftsicherheitskontrolle rund 50 Millionen in „hochmoderne CT-Technik, neue Sicherheitsscanner und innovative Spurkonzepte“. (Elias Mantwill)

Derzeit testen rund 8000 Komparsen das neue Terminal 3 am Flughafen Frankfurt. Ab dem 23. April soll dann der Flugbetrieb ab dem neuen Terminal starten.