Der größte Körper in dieser Ausstellung ist unsichtbar. Wie ein Geist schleicht er durch das Erdgeschoss des Belvedere 21, ist darin omnipräsent. Nicht aber mit den Augen, nur mit den Ohren ist er wahrzunehmen. Ein wichtiger Aspekt im interdisziplinären Schaffen von Sandra Mujinga ist die Musik, die wie eine eigene Skulptur zu verstehen ist. Die 37-Jährige ist nicht nur Bildhauerin, die auch mit Fotografie, Performance und Video arbeitet, sondern auch DJ. Ähnlich einer ambienten Filmmusik unterlegt in diesem Fall ein selbstkomponierter elektronischer Sound den – doch beeindruckenden – Auftritt der tatsächlich sichtbaren Werke. Immerhin stehen einem dort 55 drei Meter hohe Figuren gegenüber.