Drei bittere Niederlagen in Folge gegen Alemannia Aachen haben offensichtlich keine Auswirkung auf die Reiselust der Fans des Fußball-Drittligisten Rot-Weiss Essen. Innerhalb von zwei Tagen waren alle 3000 verfügbaren Gäste-Tickets für den Westschlager am 8. Februar (Sonntag, 16:30 Uhr) am Aachener Tivoli vergriffen. Schon Mitte Januar nach dem Allesfahrer- und Mitglieder-Vorverkauf konnten die Essener einen ausverkauften Gästeblock vermelden.
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Die Nachfrage war deutlich höher als das zur Verfügung gestellte Kontingent. Wer als Essener Fan keine Karte erwerben konnte und das prestigeträchtige Drittliga-Spiel live vor Ort sehen möchte, wird es schwer haben. Alemannia Aachen hat besondere Maßnahmen beim Verkauf der Tickets für den Heimbereich ergriffen, um zu verhindern, dass mehr als 3000 RWE-Fans dabei sein können.
Alemannia Aachen – Rot-Weiss Essen: Online-Tickets personalisiert
An diesem Donnerstag hat ab 19 Uhr der freie Verkauf der Heimkarten im Online-Shop begonnen. Ab Freitag, 30. Januar, kann zu den jeweiligen Öffnungszeiten in allen Vorverkaufsstellen zugeschlagen werden. Für den Erwerb eines „print@home-Tickets“ ist eine Personalisierung zwingend erforderlich. Diese muss beim Online-Kauf vor Abschicken der Bestellung im Warenkorb unter „Inhabername auf der Karte“ selbst eingetragen werden.

Dabei greifen Postleitzahleinschränkungen. Wer in Essen wohnt, kann den Kauf nicht abschließen. Das gilt auch für Städte aus der näheren Umgebung wie Mülheim an der Ruhr, Gelsenkirchen oder Bochum. VfL-Fans, die möglicherweise den ersten Heim-Auftritt ihres langjährigen Torhüters Manuel Riemann in Aachen sehen wollen, müssen auf den Stadionbesuch verzichten oder andere Wege finden.

Die Fans von Alemannia Aachen und Rot-Weiss Essen verbindet eine sehr intensive Rivalität.
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Bei Bestellungen aus Duisburg greift die Einschränkung nicht, zudem lässt es das System zu, dass beispielsweise beliebige Supermarkt-Adressen aus entfernteren Städten in Kombination mit dem Namen angegeben werden können. Dieser Kniff ist innerhalb einiger Fanszenen nicht neu.
Rot-Weiss Essen: Sitzschalen-Wurf sorgte in Aachen für Ärger
Schon jetzt dürfte klar sein, dass das Duell der beiden Traditionsklubs wieder vor 31.500 Zuschauern stattfinden wird. Beide Vereine verbindet eine sehr intensive Rivalität auf Fan-Ebene. Beim letzten Aufeinandertreffen am Tivoli im Januar 2025 blieb es weitestgehend ruhig, für den einzigen Zwischenfall sorgte eine im Gästeblock herausgerissene Sitzschale, die auf den Rasen geworfen wurde und einen Aachener Spieler nur knapp verfehlte.