Lichterkette geplant

Beschäftigte kämpfen für Erhalt des Congress Hotels in Chemnitz

Das Congress Hotel Chemnitz steht vor dem Aus – und mit ihm viele Arbeitsplätze. Am Sonntag wollen Beschäftigte, Familien und Unterstützer mit einer Lichterkette ein Zeichen für den Fortbestand des Traditionshauses setzen.

Chemnitz. Am Sonntagabend wollen die Beschäftigten des Congress Hotel Chemnitz mit einer Lichterkette gegen die drohende Schließung des Hauses protestieren. Unter dem Motto „Gemeinsam mit Herz: Investieren statt ruinieren. Damit die Lichter weiter brennen“ rufen sie die Stadtgesellschaft zur Teilnahme auf. Die Aktion findet von 18 bis 19 Uhr rund um das Hotel statt.

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Mitarbeiter setzen Zeichen gegen Schließung

Organisiert wird die Lichterkette von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Deren Vertreter Thomas Lißner betonte, es gehe um ein Stück Chemnitzer Geschichte und die Existenzen der langjährigen Belegschaft. Man wolle den Eigentümer Aroundtown und den bisherigen Betreiber Maya Hotel Operations in die Pflicht nehmen, eine tragfähige Zukunftslösung zu finden.

Denn trotz Vermittlungsversuchen von Oberbürgermeister Sven Schulze blieb ein Ergebnis bislang aus. Die Stadt habe ihre Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten zugesagt, erklärte Schulze.

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Das Congress Hotel wurde 1974 als Interhotel „Kongreß“ eröffnet und ist mit 97 Metern das höchste Gebäude der Stadt. Nach mehreren Betreiberwechseln übernahm zuletzt die GCH Hotel Group den Betrieb und beauftragte Maya Hotel Operations mit der Führung des Hauses. Eigentümerin des Gebäudes ist die Immobilienfirma Aroundtown SA.

Nach über 50 Jahren droht nun das Aus für das Traditionshotel. Die Beschäftigten hoffen, dass die Lichterkette am Sonntag ein Signal setzt – für Investitionen, nicht für Aufgabe.

SZ