Braunschweig, 20. Januar 2026. Im Nachgang zu einem sehr konstruktiven Gespräch mit dem Vorstand des Niedersächsischen Landvolk Braunschweiger Land e. V. erklärt der Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordnete und amtierende Vorsitzende des Bundestagesausschusses für Recht und Verbraucherschutz, Carsten Müller:
„Die Landwirtschaft ist stärker zu unterstützen und braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Für die landwirtschaftliche Zukunft in der Region müssen sehr konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Wir haben einiges zu tun.“
Die landwirtschaftlichen Betriebe in unserer Region leiden unter überbordenden bürokratischen Anforderungen. Der Abbau muss jetzt angepackt werden. So sind Entlastungen im Bereich des Pflanzenschutzes dringend erforderlich. Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. Oktober 2025 setzt das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium den Vollzug der zusätzlichen düngerechtlichen Auflagen in den roten (nitratbelasteten) und gelben (eutrophierten) Gebieten bis auf Weiteres aus. Diese Rechtsunsicherheit muss dringend auf Bundesebene geklärt werden. Der Vorsitzende des Landvolk Braunschweiger Land, Karl-Friedrich Wolff von der Sahl erklärt dazu: “Wir begrüßen die Entscheidung als wichtigen Schritt hin zu rechtskonformen und praxistauglichen Regelungen. Damit es aber auch dazu kommt, bitten wir gleichermaßen um die Unterstützung unserer Abgeordneten der Region an einer Lösung im Sinne der landwirtschaftlichen Familienbetriebe mitzuwirken.“
Deutlich kritisiert wurden die Neuregelung zur Abwasserverregnung, weil sie mit neuer Bürokratie einherging. Unterstützt wird daher die Anregung einer gutachterlichen Stellungnahme zum Wasserkreislauf und dem möglichen Nährstoffeintrag in der Region Braunschweig, die eine belastbare Grundlage für den Abbau von bürokratischen Hemmnissen bildet.
Einigkeit bestand im Gespräch bei der geplanten ‚Wiedervernässung‘ des Landschaftsschutzgebietes ‚Großes Bruch‘, bei der zwingend die Expertise der Landwirtinnen und Landwirte zu berücksichtigen ist. Der Schutz von Feuchtbiotopen und Lebensräumen für den Erhalt bestandsbedrohter Arten wird nur miteinander und abgestimmt erfolgreich sein.
Gemeinsam unterstützt wird die geplante Ansiedlung des kanadische Lebensmittelkonzerns McCain im Hohenhamelner Ortsteil Mehrum im Landkreis Peine. Die geplante innovative und nachhaltige Fabrikanlage für Pommes bietet der gesamten Region eine neue wirtschaftliche Perspektive.
Abschließend werden klare Regelungen für die Absenkung des Schutzstatus des Wolfs für ein anwendbares und nachhaltiges Wolfsmanagement gefordert. Zusätzlich zu den gegenwärtig diskutierten gesetzlichen Änderungen muss die ‚Notwehrfähigkeit‘ berücksichtigt werden. Kommt es zu ‚akuten Angriffen‘ auf Weidetiere müssen klar definierte Entnahmen bei Jungwölfen möglich sein.
Der regelmäßige Dialog mit dem Landvolk ermöglicht, bestehende Regelungen stets zu überprüfen und zu verbessern. Die Landwirtinnen und Landwirte leisten über die Grenzen unserer Region hinaus einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und bei Themen wie Umwelt-, Klima-, Natur- sowie Tier- und Artenschutz. Gemeinsam können zukunftssichernde Maßnahmen im Sinne unserer Gesellschaft umgesetzt werden.
