Nach dem Angriff auf die prominente demokratische US-Abgeordnete Ilhan Omar bei einem Auftritt in Minneapolis werden dem Tatverdächtigen konkrete Straftaten vorgeworfen. Der Mann soll Omar unter anderem tätlich angegriffen haben, wie aus einem bei einem Bundesgericht eingereichten Dokument hervorgeht. In einer Erklärung zu den Ermittlungen heißt es zudem, dass der Angeklagte einem Vertrauten vor einigen Jahren gesagt haben soll, jemand solle Omar umbringen.
Der Angriff hatte sich am Dienstagabend (Ortszeit) ereignet. Omar forderte in einer Rede angesichts des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte des Bundes in Minneapolis gerade den Rücktritt von Heimatschutzministerin Kristi Noem, als ein Mann aus dem Publikum plötzlich aufstand, auf sie zu ging, sie beschimpfte und mit einer Substanz anspritzte. Laut einem Gerichtsdokument nutzte er dafür eine Spritze. Ermittlungen ergaben demnach, dass die Flüssigkeit unter anderem Apfelessig enthielt.
Sicherheitskräfte überwältigten den Mann und führten ihn ab – Omar setzte ihren Auftritt daraufhin fort. Man dürfe Angreifern nicht das letzte Wort überlassen, sagte die 43-Jährige. Donald Trump greift die schwarze Abgeordnete immer wieder heftig an. Mit Blick auf ihre somalische Wurzeln legte er der US-Bürgerin schon häufiger nahe, sie solle nach Somalia „zurückgehen“. Der Sender ABC News berichtete, Trump habe in einem Telefoninterview am Abend des Angriffs gesagt, dass er keine Videoaufnahmen zu dem Angriff gesehen habe. Ohne Beweise dafür zu nennen, suggerierte er dem Sender zufolge, dass Omar den Angriff inszeniert haben könnte: „Wie ich sie kenne, hat sie sich wahrscheinlich selbst besprühen lassen.“
Donald Trump hat eine Erklärung für seine wiederholt geschlossenen Augen bei einer Kabinettssitzung im Dezember geliefert: Er sei nicht eingeschlafen, sondern habe sich gelangweilt. „Einige Leute sagten, er habe die Augen geschlossen. Schauen Sie, es wurde ziemlich langweilig“, sagte Trump am Donnerstag bei einer weiteren Kabinettssitzung im Weißen Haus. „Ich habe nicht geschlafen. Ich habe sie nur geschlossen, weil ich zur Hölle noch mal da raus wollte.“ Er fügte hinzu: „Ich schlafe übrigens nicht viel.“ Die Äußerungen
fielen während einer 81-minütigen, im Fernsehen übertragenen Sitzung.
Mit 79 Jahren und in seiner letzten Amtszeit ist Trump der älteste Präsident der US-Geschichte. Um Zweifel an seiner Vitalität zu zerstreuen, verweist er immer wieder auf seine geistige Fitness und lässt seinen Terminkalender mit mehr Details
veröffentlichen. Die anhaltenden Fragen zu seinem Alter stehen im Kontrast zu seinem früheren Wahlkampfgegner Joe Biden. Dieser hatte seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit 2024 auch wegen Sorgen über sein Alter zurückgezogen. Trump bezeichnet Biden weiterhin regelmäßig als „Sleepy Joe“ (Schläfriger Joe).