Ein Verkehrszeichen warnt vor der Gefahr, dass plötzlich Kinder über die Straße laufen könnten.

Stand: 29.01.2026 15:31 Uhr

In Hannover warnt die Stadt vor einem mutmaßlichen Sexualstraftäter, der in der Nähe von Schulen unterwegs sein soll. Der Senior soll Kinder und Jugendliche angesprochen und sich ihnen genähert haben.

Die Stadt Hannover bestätigte, dass sie in einem Schreiben alle Schulleiterinnen und Schulleiter der allgemeinbildenden Schulen darüber informiert habe. Dem 75-Jährigen sei ein Hausverbot an allen Schulen erteilt worden, so eine Sprecherin. Der Mann dürfe demnach weder Schulgelände noch Turnhallen betreten. Nach Angaben der Stadt sprach der Senior mehrmals Kinder in der Nähe von Schulen an, um sich diesen zu nähern. Zuerst berichtete die „Hannoversche Allgemeine Zeitung„.

Kontakt zu Kindern durch „Huckepack-Trick“?

Laut Zeitungsbericht wettet der Mann mit den Kindern, dass sie ihn nicht huckepack nehmen könnten. Wenn sich Kinder auf diese Wette einlassen, nutze der Senior den körperlichen Kontakt zur sexuellen Erregung. „Der Polizei liegen Hinweise auf mehrere Vorfälle vor, bei denen eine ältere männliche Person im Stadtgebiet Hannover sowie im angrenzenden Bereich Kinder und Jugendliche angesprochen haben soll“, teilte ein Sprecher der Polizeidirektion Hannover dem NDR Niedersachsen auf Nachfrage mit. Die Hinweise beziehen sich den Angaben zufolge auf unterschiedliche Zeitpunkte und Örtlichkeiten. Die Polizei prüfe einzelne Sachverhalte und habe Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Senior mehrfach vorbestraft

Eltern und Kinder sollten unverzüglich die Polizei informieren, sollten sie etwas Auffälliges beobachten, teilte die Stadt Hannover mit. Das Landgericht Hannover hat den mehrfach vorbestraften Senior erst im Januar zu einer viermonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Der Mann habe laut Gericht gegen Auflagen nach einem anderen Urteil verstoßen. Unter anderem sollte er keinen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren aufnehmen, so eine Sprecherin. Bereits damals spielte das „Huckepack-Tragen“ eine Rolle. Die Strafkammer konnte aber nicht feststellen, ob dies der sexuellen Erregung diente, so das Landgericht.

Schulen haben Schutzkonzepte

Nach Einschätzung der Polizei ist davon auszugehen, dass der Mann weiterhin den Kontakt zu Kindern suche, heißt es in dem Schreiben der Stadt, mit welcher sie dem Mann das Hausverbot für alle städtischen Schulen erteilt. Das Schreiben liegt dem NDR Niedersachsen vor. Eine Schule, die von der Stadt informiert wurde, ist die Grundschule in Wettbergen. Der Schulleiter Robert Kühn sieht die Lage aber nicht dramatisch. Es habe an seiner Schule bislang keine Auffälligkeiten gegeben. Natürlich nehme er die Warnung der Stadt ernst. Es gebe an seiner Schule schon seit längerem ein Schutzkonzept und Lehrer seien mit den Kindern über solche Themen im Gespräch.

Schlagwörter zu diesem Artikel

Hannover