„Die Situation ist ernst“: Kämmerer Thorsten Bunte erklärte die prekäre Haushaltslage bei seinem Besuch in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Heckinghausen. Den Stadtteilpolitikern sowie den zahlreich erschienenen Bürgern machte er die Lage rund um das Haushaltssicherungskonzept deutlich. Allerdings gab es auch positive Neuigkeiten. So wird die beschädigte Fahrbahndecke im Bereich Lönsstraße und Schubertstraße erneuert. „Im ersten Quartal geht es los“, berichtete Thorsten Bunte.
Bezirksbürgermeister Stefan Kühn zeigte sich erfreut über die Nachricht, denn: „Die Fahrbahndecke ist sehr angegriffen, ist zum Beispiel für Radfahrer wirklich gefährlich.“ Die Fahrbahn in der Schubertstraße weist im Abschnitt Bruckner Weg bis Lönsstraße bis etwa in Höhe der Hausnummer 101 erhebliche Fahrbahnschäden auf. In der letzten Zustandsbewertung wurde die Straße mit der Einstufung sechs (von acht) bewertet. Seit dieser Bewertung habe sich der Zustand weiter verschlechtert.
Die Erneuerungsarbeiten, die nun voraussichtlich im Frühjahr beginnen, umfassen die Deckschicht. Diese wird bis circa vier Zentimeter abgefräst. Vorhandene Einbauten und Schächte werden reguliert beziehungsweise erneuert. Im Anschluss wird eine neue Deckschicht eingebaut.
Fahrbahnsanierung soll
rund 150 000 Euro kosten
Die Projektkosten für die Maßnahmen in der Schubertstraße und der Lönsstraße betragen laut Antrag rund 150 000 Euro. Bei einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von zehn Jahren seien jährliche Abschreibungen in Höhe von 15 000 Euro zu erwarten. Ursprünglich sollte die Sanierung der Fahrbahn allerdings schon 2025 in Angriff genommen werden.
Die Bezirksvertretung hat im Juni 2025 einstimmig beschlossen, die Verwaltung zu bitten, im Bereich Bockmühle 21 einen temporären Zebrastreifen einzurichten.
Hintergrund war ein Antrag der SPD. Aufgrund der Sperrung der Brücke Waldeckstraße sei es zu einer erheblichen Zunahme des Verkehrsaufkommens in der Straße Bockmühle gekommen. „Diese veränderte Verkehrssituation erschwert Fußgängerinnen und Fußgängern das sichere Überqueren der Fahrbahn erheblich.“ Zum Schutz der Fußgänger schlug die SPD-Fraktion daher vor, für die Dauer der Brückensperrung einen temporären Zebrastreifen im Bereich Bockmühle 21 einzurichten, um ein sicheres Queren der Straße zu ermöglichen. Diesbezüglich gab es allerdings eine Absage. Das bestätigte auch Thorsten Bunte in der Sitzung des Stadtteilparlaments. Aufgeben wollen die Fraktionen allerdings nicht. „Wir bleiben dran“, verspricht Stefan Kühn.
Die Bezirksvertretung blickt auch schon auf die nächsten Verkehrssicherheitsthemen im Bezirk. Einstimmig wurde beschlossen, einem Antrag der SPD-Fraktion folgend, die Verwaltung zu bitten, Maßnahmen für mehr Sicherheit im Bereich Grillparzerweg und Lönsstraße zu prüfen. Dabei soll insbesondere untersucht werden, ob der Bereich, in dem das Parken auf einer Länge von fünf Metern unzulässig ist, im Eckbereich Grillparzerweg/Lönsstraße durch eine Abmarkierung kenntlich gemacht werden kann.