Das kleine Büro der Bahnhofsmission am Dresdner Hauptbahnhof ist für viele täglicher Anlaufpunkt. 40 bis 50 Gäste kämen am Tag. Ob einfach mal zum Reden oder um sich einen warmen Kaffee und ein paar Brötchen zu holen, wie deren Leiter Patrick Büttner erzählt. Am Hauptbahnhof und am Bahnhof Dresden-Neustadt hilft die Bahnhofsmission Menschen an den Bahnsteigen, im oder vor den Bahnhöfen.

Helfer auf viele Situationen vorbereitet

„Wir unterstützen auch Menschen mit Handicap“, sagt der Bahnhofsmissionsleiter Büttner. Es gebe immer etwas zu tun: Reisenden mit Informationen oder beim Aussteigen zu helfen – wenn Bedarf ist. Vor allem in der kalten Jahreszeit wird an vielen Stellen Hilfe gebraucht. Vorige Woche beispielsweise habe eine aus Ungarn kommende und sommerlich gekleidete Frau drei Stunden auf ihren Bus warten müssen. „Da haben wir sie so ausgestattet, dass sie mit Mütze und Schal drei Stunden warten konnte“, erinnert sich Patrick Büttner.

Spenden und Zusammenarbeit mit der Bundespolizei

Ob mit Sachspenden, Nahrungsmitteln oder mit passenden Sachen: Helfen können er und seine Mitstreiter fast immer. Kleidung würden Dresdner Bürger spenden, was sehr wichtig im Winter sei.

Unterstützt werden die insgesamt 50 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auch von der Bundespolizei. Hand in Hand gehe das, sonst würde es nicht funktionieren. Die Bundespolizei nennt die Bahnhofsmission „einen engen, vertrauten Partner“, auf den es vor allem bei Krisen ankomme. „Ich nenne mal den Beginn des Ukraine-Krieges 2022, wo wir in Dresden die Anlaufstelle waren für viele Ukrainerinnen und Ukrainer“, sagt Martin Ebermann, Polizeihauptkommissar bei der Bundespolizei.