Nach dem Unglück während des Feuerwerks auf der Rheinkirmes im vergangenen Jahr wurde viel über dessen Zukunft spekuliert. Nachdem beim Feuerwerk 19 Menschen verletzt wurden, vier von ihnen schwer, soll in wenigen Wochen eine Entscheidung verkündet werden.
Lange wurde gemutmaßt, was der Grund für dieses Unglück gewesen sein könnte. Die Ermittlungsbehörden geben bislang keine Auskunft zu den Ergebnissen des Gutachtens. Dieses liege zwar vor, der polizeiliche Abschlussbericht sei aber noch nicht gefertigt und bei der Staatsanwaltschaft eingegangen. Bis dahin könne man sich nicht zu den Erkenntnissen äußern, sagt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der letzte Stand, den die Ermittler im vergangenen Jahr herausgaben, war, dass es zu einer „ungeplanten Fehlzündung während des laufenden Feuerwerks“ gekommen sein soll.
Termin für Entscheidung steht
Schon unmittelbar nach der Kirmes hatten die Veranstalter des Volksfestes, der Schützenverein St. Sebastianus von 1316, angekündigt, die Ermittlungen abzuwarten und erst dann eine Entscheidung zu treffen. Das fertige Gutachten liege ihnen derzeit auch noch nicht vor, sagt Schützen-Chef Andreas-Paul Stieber. Dennoch kündigt er an, dass geplant sei, Ende Februar eine Entscheidung zur Zukunft des Feuerwerks zu verkünden.
Auf der Abschlusspressekonferenz der Rheinkirmes hatte Stieber gesagt, dass es zum damaligen Zeitpunkt und nach den schrecklichen Bildern, die er von den Verletzten gesehen habe, schwer sei, sich noch mal für ein Feuerwerk zu entscheiden. „Die Frage, ob es im Jahr 2026 wieder ein Kirmesfeuerwerk geben soll, wird von allen Seiten betrachtet. Und man wird sich die Entscheidung nicht leicht machen.“
Das Pyrotechnik-Unternehmen, das für das Rheinkirmes-Feuerwerk verantwortlich ist, ist auch für das große Feuerwerk am Japan-Tag verantwortlich. Dieser wird am 23. Mai stattfinden – und wurde bereits mit Feuerwerk angekündigt.