Emirates-Frage
Berlin könnte endlich mehr Langstreckenflüge bekommen
30.01.2026 – 06:13 UhrLesedauer: 1 Min.
Landung eines Flugzeug am Flughafen BER (Archivbild): Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erwägt, mehr Langstreckenflüge von Berlin aus zu ermöglichen. (Quelle: IMAGO/Jochen Eckel/imago-images-bilder)
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erwägt eine Kurskorrektur. Berlin könnte bald bessere Anbindung an den internationalen Flugverkehr bekommen.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erwägt, mehr Langstreckenflüge von Berlin aus zu ermöglichen. „Ja, daran arbeiten wir“, sagte der CDU-Politiker dem Tagesspiegel und dem Fachdienst Tagesspiegel Background. Damit deutet er eine mögliche Kurskorrektur in einem festgefahrenen Streit an.
Hintergrund ist die Auseinandersetzung um die Fluggesellschaft Emirates aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Airline will von Berlin aus Interkontinentalverbindungen anbieten, erhält von der Bundesregierung aber nicht die nötige Erlaubnis für Starts und Landungen. Der Berliner Senat hatte dies in der Vergangenheit mehrfach kritisiert.
Schnieder räumte ein, dass es in dieser Frage unterschiedliche Interessenlagen gebe. „Einerseits geht es darum, dass Berlin gut angebunden ist, andererseits um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Luftfahrtindustrie“, betonte er. Auf die Frage, ob er der Lufthansa mehr Wettbewerb ersparen wolle, antwortete der Minister: „Wir sind im Moment darauf fokussiert, diese Interessen abzuwägen, um zu schauen, ob sich etwas ändern kann und muss.“
Berlin ist an den internationalen Flugverkehr besonders schlecht angebunden. Es fehlt an Langstreckenflügen, was sowohl für Reisende als auch für die wirtschaftliche Attraktivität der Hauptstadt ein Problem darstellt.
