Als Klaus Broders 2019 im Neustädter Museum für Stadtgeschichte eine Ausstellung kuratierte, wählte er einen Titel, der auch für ihn selbst als Lebensmotto gelten konnte: „Neustädter Maler zwischen Handwerk und Kunst“. Broders war am 24. Februar 1952 in Neustadt an der Orla in eine Malerfamilie hineingeboren worden. Urgroßvater Eduard, Großvater Alfred und auch der Vater Horst Broders waren im Malerhandwerk tätig. In der Freizeit betätigten sich Urgroßvater und Großvater auch als Kunstmaler. Am 20. Januar 2026 hat Klaus Broders seinen jahrelangen Kampf gegen eine tückische Krankheit verloren.

Der Newsletter für den Saale-Orla-Kreis

Alle wichtigen Informationen aus dem Saale-Orla-Kreis, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Newsletter Illustration

Der Newsletter für den Saale-Orla-Kreis

Alle wichtigen Informationen aus dem Saale-Orla-Kreis, egal ob Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder gesellschaftliches Leben.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der
Werbevereinbarung
zu.

Klaus Broders besuchte die Polytechnische Oberschule I in Neustadt, absolvierte eine Lehre als Maler, erwarb später einen Meisterabschluss als Dekorationsmaler und war lange als Restaurator tätig. Als Jugendlicher hatte er sich dem Neustädter Mal- und Zeichenzirkel angeschlossen, wurde selbst zum Hobbymaler und zeigte sich bis ins Alter beeindruckt von damaligen Vorbildern wie Heinrich Kiefer oder Dieter Wolfram. Zugleich war Klaus Broders ein glühender Bewunderer der Renaissancemalerei.

Ein vorzüglicher Katalog gehört nun zum Vermächtnis

Eine wichtige Lebensstation war die Kinder- und Jugendsportschule in Bad Blankenburg, wo er als begabter Mittelstreckenläufer galt. Neben dem Interesse für Kunst und Sport liebte er Musik, war wie viele „Duhlendorfer“ aber auch Karnevalist und über Jahrzehnte hinweg Mitglied der legendären „Pengmacher“. Viele Jahre lang lebte Klaus Broders in Erfurt, später in Rastenberg. Ende 2022 nahm er seinen Wohnsitz wieder in Neustadt an der Orla.

Mehr Nachrichten aus dem Saale-Orla-Kreis

Aus seiner privaten Bildersammlung hat Klaus Broders zahlreiche Arbeiten Neustädter Künstler der Stadt übereignet. Gleiches gilt für einen beachtlichen Fundus zu den Neustädter Malern sowie für die komplette Werkstatteinrichtung seiner Vorfahren. Zu der oben erwähnten Ausstellung erschien im Verlag Vopelius Jena ein vorzüglicher Katalog, der nun zu seinem Vermächtnis zählt.