Der deutsche Kabarettist Maxi Schafroth hat in Grönland mit dem Versuch, eine US-Flagge zu hissen, große Verärgerung ausgelöst. Berichten zufolge gab er sich zudem als US-Vertreter aus. Vor einem Kulturzentrum in der Hauptstadt Nuuk wurde er dabei von Passanten kritisiert, die ihn der Polizei meldeten. Es erwartet ihn demnach ein Bußgeld.

Die Bürgermeisterin des Verwaltungsbezirks Kommuneqarfik Sermersooq,
zu dem Nuuk gehört, zeigte sich empört. „Eine Fahne im Kulturzentrum
unserer Hauptstadt zu hissen, die Fahne der militärischen Supermacht,
die seit Wochen angibt, dass sie gegen unser Land gewaltsam vorgehen
könnte, ist kein Scherz. Das ist nicht lustig. Das ist extrem schädlich“, sagte Avaaraq Olsen. 

„Wenn Sie diese Ängste verstärken, um Inhalte, Klicks oder Gelächter zu
provozieren, sind sie weder verwegen noch kreativ“, sagte Olsen weiter. Schafroth verstärke die Not einer ohnehin verletzlichen Bevölkerung. Sie appellierte an das
Verantwortungsbewusstsein von Medien und Kreativen. 

Maxi Schafroth arbeitet für die deutsche Satiresendung Extra Drei im NDR. © Lennart Preiss/​dpa

US-Präsident Donald Trump hat wiederholt gedroht, Grönland den USA anschließen zu wollen. Zuletzt hatte er immerhin eine gewaltsame Übernahme ausgeschlossen. Gespräche zwischen Dänemark, wozu Grönland gehört, und den USA laufen jedoch noch immer. Die grönländische Regierung bemüht sich darum, der Bevölkerung ihre Angst zu nehmen.

Maxi Schafroth arbeitet für die deutsche
Satiresendung Extra Drei des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Der Sender
bekundete in einer Mitteilung sein Bedauern. 

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