Das „Südstadt-Center“ in Halle bleibt vorerst weiter geöffnet. Darauf haben sich am Donnerstagabend Mieter, Vertreter der Stadt sowie der neue Verwalter des Einkaufszentrums geeinigt. Hintergrund des Treffens war der anhaltende desolate Zustand des Hauses.

Neuer Verwalter soll Mängelliste abarbeiten

Die Stadt einigte sich nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT mit dem neuen Verwalter darauf, dass dieser bis Anfang kommender Woche eine Mängelliste vorlegt und diese Stück für Stück abarbeitet.

Hält er sich daran, könne der Betrieb normal weitergehen, erklärte der Inhaber eines Fahrradgeschäfts, der nach eigenen Angaben als Vermittler zwischen den Mietern, der Stadt und dem Eigentümer agiert. Er sei optimistisch, dass die Auflagen der Stadt Halle erfüllt werden können. Auch die Fernwärmeversorgung scheint geklärt: Dafür müsse die Vereinbarung mit den Stadtwerken rasch unterzeichnet werden.

Viele Geschäfte ausgezogen

Die Probleme im „Südstadt-Center“ bestehen seit Monaten. Mehrere Läden sind bereits ausgezogen. Auch die Stadt will ihre Stadtteilbibliothek an einen neuen Standort verlegen. Vergangene Woche hatte die Bauaufsicht eine Begehung durchgeführt. Nach MDR-Informationen waren die Prüfer ob des – so wörtlich – „katastrophalen Zustands“ alarmiert und erstellten eine Liste mit Mängeln. Wenige Tage zuvor hatte die Stadt eine Schließung des Centers noch ausgeschlossen.